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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Google: Böse, egal was es macht...

In Amerika hat sich mal wieder was getan: Google und die US-Verwerter haben sich auf ihr Amended Google Book Settlement geeinigt.

Neu darin ist, dass deutsche Verlage da nun quasi ausgenommen sind. Gut, dass sie da sowieso nie reinwollten und Google böse gewesen wäre, wenn sie einfach deren Bücher „geklaut", „enteignet“ oder sonst was hätten. Siehe bspw. den Heidelberger Appell (nein, sowas muss man nicht unnötig verlinken) oder die Presse.

Dummerweise erhalten sie jetzt aber auch nicht die 60 Dollar pro gescanntem Buch bzw. 63 % Beteiligung am Gewinn. Und wie das halt bei der gelddruckenden Industrie so ist, passt es natürlich wieder nicht:

„Andererseits darf Europa gegenüber Amerika den weltweiten Anschluss bei der Online-Erschließung von Bibliotheksbeständen nicht verlieren“ [Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels]

Ausführlicheres im verlinkten Artikel. Mal schauen, wann sich die entsprechenden Kandidaten lautstark über fehlende Einnahmen beschweren. Die Musik- und Filmindustrie hats vorgemacht, die Printmedien machen allesamt hinterher. Und dann wundert man sich, wenn die sich an so Dinge wie die Vorratsdatenspeicherung klammern (gegen Terroristen? Nö, lieber Grundrechte brechen zum Geld verdienen)…

Update: Bei Heise finden sich erste Reaktionen:

In der Auseinandersetzung um die Digitalisierung von Büchern durch Google erwartet der Verlag Hoffmann und Campe jetzt Vorschläge des US-Unternehmens.

Wie es zu erwarten war: Erst wollte man nicht rein, und jetzt ist man nicht drin — nun soll Google also doch die Bücher wieder aufnehmen. Und natürlich Geld zahlen.

Fotografen und die Raubkopierer...

Wieder so eine Sache, bei der ich nur den Kopf schütteln kann: Ich habe von einer Bekannten eine dieser Mappen gesehen, die Fotografen an Schulen anfertigen und für teueres Geld verkaufen wollen (weil Abfertigung im Sekundentakt auch so teuer ist). Den Fotografen möchte ich hier nicht nennen, allerdings hatte er einen ganz „kreativen“ Namen mit „Top“ drin, also ein echter Künstler, der die Bilder einfach oben ziemlich, ziemlich knapp angeschnitten hat.

Aus Angst vor den bösen „Raubkopierern", die scheinbar in Massen Fotos in schlechter Qualität abscannen und die Mappe dann ungekauft zurückgeben (mal ehrlich: die Leute knippsen dann doch zum großen Teil selbst) waren die Fotos alle fein säuberlich in eine große Folie verpackt, zugeklebt und mit auffallenden, großen schwarzen Schriftzügen versehen. Ausdrücklich stand noch was von wegen „Öffnen der Folie verpflichtet zum Kauf“ an diversen Stellen. (Btw frage ich mich natürlich, was passiert, wenn man so was wie „wurde schon offen geliefert“ anbringt…)

Schon eine nette Idee, und endlich hat mal jemand verstanden, wie ein wirksamer Kopierschutz implementiert werden muss: als Betrachtungsschutz. CDs, die ich abspielen kann, kann ich brennen, Websites, die ich sehe, kann ich speichern, und auch die modernen hochauflösenden Trägermedien sind nicht so sicher, wie es uns immer erzählt wird. Also wird auf die Folie so viel schwarzer Text aufgetragen, dass man das Bild darunter nur noch erahnen kann (klar, mit Photoshop wäre das dann doch noch wegstempelbar gewesen) — auf jeden Fall hab ich die Person bei ihrem Vorhaben unterstützt, das Paket aus genau diesem Grund nicht zu nehmen und einen netten Zettel drauf geklebt. Bleibt zu hoffen, dass ihn jemand liest.

Aber egal wie die Sache ausgeht: Am Schluss sind natürlich wieder die bösen Raubkopierer schuld, dass die Fotografen reihenweise insolvent gehen. Geschäftsmodell? Braucht man ja nicht, lieber beim Staat ausheulen und Subventionen, Überwachungsgesetze oder sonst was fordern. Und die Medien werden mitmachen (aktuelles Beispiel hier), die Politiker werden mitmachen, und alle sind glücklich. Nur das Volk natürlich nicht, das die Politiker eigentlich gewählt hat.

Webdesign: die Einheit em

Gefunden beim Onlinebanking (id und class bitte ignorieren):

<div id="column_207246_0“ class="portal-layout-column portal-layout-column-OneColumn-0“ style="float:none; width:61.4375em;">

Vielleicht sollte denen mal jemand sagen, dass hier vielleicht doch eher Pixel angebracht wären. Dass 61.4375em auf jedem Rechner das tut, was es soll, kann ich mir dann doch nicht so recht vorstellen. Oder jemand anderer Meinung?

Sendezeiten im Internet...

Eben wollte ich bei Web.de die Kommentare zu einem Artikel näher lesen, über den Link „Meinung schreiben“ kriegt man ja hin und wieder eine vernünftige Übersicht.

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