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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Wahlcomputer adé

Heute hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zu Wahlcomputern (Volltext) veröffentlicht. Interessant:

Der Wähler selbst muss ohne nähere computertechnische Kenntnisse nachvollziehen können, ob seine abgegebene Stimme als Grundlage für die Auszählung oder jedenfalls als Grundlage einer späteren Nachzählung unverfälscht erfasst wird.

Damit fallen Wahlcomputer wohl komplett weg, da alle Verfahren, die trotz elektronischer Stimmabgabe das Nachvollziehen ermöglichen, zu mathematisch und komplex sein dürften. Das BVerfG hält sich zu der Frage ausdrücklich zurück, vermutlich wissen die warum :)

Ob es noch andere technische Möglichkeiten gibt, die ein auf Nachvollziehbarkeit gegründetes Vertrauen des Wahlvolks in die Korrektheit des Verfahrens bei der Ermittlung des Wahlergebnisses ermöglichen und damit dem Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl genügen, bedarf im vorliegenden Fall keiner Entscheidung.

Mal schauen, ob's doch noch irgendeine Gemeinde oder ein hartnäckiges Bundesland versucht. Zumindest die Bundeswahlgeräteverordnung ist eindeutig verfassungswidrig laut Urteil.

Ach ja, und bevor ich's vergesse, bei Heise läuft eine Grüne Welle :)

Falsches Gericht gewählt...

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 14.11.2008 gilt: Buchhändler müssen nicht jedes Buch lesen. Vielleicht hätte man es doch in Hamburg versuchen sollen :)

Lieber Blogger als Nachrichtensprecher

Die Überschrift ist aus dem gleichnamigen Artikel von tagesanzeiger.ch geklaut. Die beziehen sich bei ihrer Information auf Bild-Online — allerdings finde weder ich einen Link noch andere Blogger (soweit ich das nach kurzer Recherche feststellen kann).

… vertrauen Amerikanerinnen und Amerikaner dem Web mehr als dem TV. … Onlinenachrichten … sind für fast 38 Prozent … besonders glaubwürdig. TV-Nachrichten hingegen sind nur für 20 jeden Fünften eine verlässliche Quelle.

Vielleicht spricht sich langsam herum, dass — egal ob private oder öffentlich-rechtliche — mehr Propaganda als vernünftigen Journalismus betreiben? Und in meinem Feedreader hab ich so manch interessanten Blog drin, in denen Informationen „unverfälschter“ klingen als im TV bzw. in gedruckten Medien.

Dokumentation über "Gleichberechtigung"

Ich hatte letzte Woche die Ehre, in der Uraufführung von „Der entsorgte Vater“ (noch ein Info-Link) zu sitzen. Wer noch nie was von diesem Film gehört hat:

Die ganze Bandbreite der emotionalen Auswirkungen und der faktischen Konsequenzen gescheiterter Beziehungen und zerstörter Familienbande kommt zum Vorschein in den Geschichten der vier Trennungsväter, die trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten und Lebenswege ein Schicksal teilen: Sie können ihre eigenen Kinder nicht sehen, weil die ehemaligen Lebensgefährtinnen den Umgang von Vater und Kind über Wochen, Monate oder gar Jahre hinweg boykottieren.

Nähere Informationen auf der Website. Weitere Termine: 31. Oktober/1. November in Biberach oder 5./6./9. November in Braunschweig. Zumindest die alleinerziehenden Mütter haben mit dem Ressigeur diskutiert, Zustimmung gab es von den meisten Männern.

Wird wohl im ersten Halbjahr 2009 ins Kino kommen, anschließend auf DVD und irgenwann bei SWR/arte im Fernsehen. Wer das Glück hat, den Film in seiner Nähe (Biberach, Braunschweig und Umgebung) erleben zu können: Unbedingter Tipp!

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