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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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CSS: Feste Spaltenbreite für Navigation
Von e7 am 07.02.2010, 19:52 in der Kategorie Zwischendurch... mit den Tags float sauber trennung design layout css html. Kompletten Eintrag zeigen
Aus der Kategorie „zu wenig Befehle in CSS und vor allem doofer IE“.
Stark vereinfachtes HTML:
<html>
<body>
<div id="content">
Lorem Ipsum und lauter so Zeugs…
</div>
<ul id="navigation">
<li><a href="1.htm">Link 1</a></li>
<li><a href="2.htm">Zweiter</a></li>
<li><a href="3.htm">Am Schluss</a></li>
</ul>
<div id="footer">Copyright oder so</div>
</body>
</html>
Problemstellung: Die Navigation soll links neben dem Inhalt stehen, der Footer drunter — egal, was länger ist: der Inhalt oder eben die Navigation. Weitere Bedingung ist, dass der Inhalt keine Breitenangabe bekommt, also weder 75% oder 300px oder sonst was. right und andere CSS-Angaben sind tabu, es soll ja zumindest ansatzweise im IE > 6 dargestellt werden. Und natürlich kein überflüssiger HTML-Code in Form von <div> um die Sache klatschen, die Navigation soll im HTML auf jeden Fall nach dem Inhalt bleiben etc.
Auf der Suche nach einer Lösung bin ich auch mal wieder über YAML gestolpert — ich nutz das Zeugs nicht, ich bastel normalerweise selbst. Dann weiß ich wenigstens, was ich wo hab und weiß auch, dass nicht viel überflüssiges dabei ist. Aber zum Anregungen holen… warum nicht?
Dummerweise hat Yaml zwar was in die Richtung, aber man muss — damit die Lösung funktioniert — immer eine Breite für den Inhalt angeben. Also entweder 75% — was die Navigation zu 25% verdonnert — oder ein Pixelwert, was für den Inhalt gerade überhaupt nicht geht. Aber Navigation mit festem Pixelwert, daneben den Inhalt von festen Pixelwert bis zum rechten Rand geht nicht. position:absolute klappt nicht, wenn die Navigation (oder der Inhalt, je nach Optimierung) kürzer ist — auch keine Lösung also.
Gut, dass ich im Hinterkopf noch die Wikipedia habe, die genau so ein Design umsetzt, das ich mir vorstelle. Aus den vielen CSS-Dateien und HTML-Code mal abstrahiert, was die denn da so machen:
<div style="width: 100%; float: right; margin-left: -150px;">
<div style="margin-left: 200px;">
Mitte
</div>
</div>
<div style="width: 150px;">
links</div>
<div id="footer“ style="clear: both;">unten</div>
Klappt eigentlich wie's sollte — allerdings ist da oben nun wieder ein unschönes, aus HTML-Sicht betrachtet überflüssiges <div>, was ich eigentlich vermeiden wollte.
Sieht fast so aus, als gäbe es da keine wirklich gute Lösung, oder?
UPDATE Der Fall anders herum ist auch gerade aufgetreten: Ich benötige rechts eine Sidebar, die eine feste Breite hat, links soll sich der Inhalt auf dem restlichen Platz verteilen. Dabei soll die Sidebar nach dem Inhalt im HTML-Code auftauchen; leider lässt sich auch hier ein Extra-Element nicht vermeiden:
<div style="margin-right: 230px;">
<div style="float: left; width: 100%;">
Links: Inhalt, beliebig groß
</div>
<div style="float: right; margin-right: -220px; width: 200px;">
Rechts: Sidebar, feste Breite
</div>
</div>
Auch das funktioniert erstaunlicherweise wieder mit dem IE7 ohne spezielle Anpassungen.
D-Link... Support? Keinen Bock.
Von e7 am 05.12.2009, 16:21 in der Kategorie Zwischendurch... mit den Tags bug fehlerhaft technik boykott support dlink. Kompletten Eintrag zeigen
Irgendjemand eine Ahnung, wie man bei D-Link Support bekommt? Die guten Leute haben scheinbar recht neu so eine Art Self-Service-Portal eingeführt, das wohl technisch noch nicht ganz ausgereift ist.
Login funktioniert erst, nachdem man sich über Passwort Vergessen ein neues Passwort zukommen lässt, anschließend kann man auch schön brav Supportfälle anlegen. Dummerweise ist allerdings nirgends ein Textfeld, in das man Informationen dazu reinschreiben könnte. Es gibt so eine Art Dateieditor, der behauptet „mit dieser Art von Browser“ ginge das nicht, allerdings kann ich die fast leere Datei immerhin herunterladen. Im Internet Explorer 6 klappt nicht mal der Login, ist also auch nicht zu gebrauchen… Im IE7 klappts dann endlich, nachdem man die Seite den vertrauenswürdigen Seiten zugewiesen hat; der Text wird zwar auch angezeigt, kann aber nicht bearbeitet werden.
Waren das noch Zeiten, als nicht jeder Depp irgendwelche komplizierten Dinger bauen musste, sondern einfach auf normales HTML (und vielleicht ein bisschen JavaScript als Formularprüfung) gesetzt wurde…
Mal schauen, ob es bei D-Link irgendwo noch andere Kontaktmöglichkeiten gibt (mal abgesehen von den teuren Servicenummern). Aber zumindest weiß ich jetzt, von welchem Unternehmen ich mir nie Produkte kaufen werde (mal ganz abgesehen davon, dass die Software auf den D-Link-Produkten scheinbar auch nicht die beste ist)…
Wie die Kartoffelindustrie reich wurde...
Von e7 am 03.10.2009, 15:36 in der Kategorie Zwischendurch... mit den Tags geld urheberrecht rechteverwerter industrie vergleich kartoffeln. Kompletten Eintrag zeigen
Es war einmal vor wenigen hundert Jahren, als noch jeder seine Kartoffeln selbst um sein Haus herum anpflanzte, erntete und genoss. Jeder hatte ein bisschen Ackerland, und jeder wurde satt, hatte genug Kartoffeln zum Leben. Nicht viel später kam die Zeit der Propaganda. Der Fürst empfahl den Leuten, sich doch mit anderen Dingen zu beschäftigen, für ihn zu arbeiten, Geld zu verdienen, und im Gegenzug dazu die Kartoffelproduktion an einen einzelnen Bauern im Dorf auszulagern. Anfangs konnte jeder zu diesem Bauern gehen und sich günstig mit Kartoffeln eindecken. Da der Bauer nicht dumm war und außerdem seine Nichte Karla gerade einen bequemen Arbeitsplatz suchte, überlies er ihr den Vertrieb seiner Kartoffeln.
Die Nichte eröffnete einen Laden, und weil man mit Kartoffeln aus den anderen Dörfern mehr verdienen konnte, nahm sie diese ebenfalls mit ins Angebot. Nach und nach wurde aus dem Laden eine große Kette – sie schaffte es sogar, zusammen mit einigen Mitbewerbern, den Kartoffelhandel abseits ihres Ladens so gut wie vollständig auszutrocknen. Sie nahm nur noch Kartoffeln von Großbauern, die statt auf Qualität auf Quanität setzten und ihr niedrige Einkaufspreise bescherten.
Das System lief mehrere Jahrzehnte ohne Probleme, Karla verdiente mehr und mehr Geld, und zusammen mit ihrem Onkel lachte sie sich ins Fäustchen. Eines Tages jedoch gab es einige Veränderungen in der Gesellschaft: es kam Do-It-Yourself in Mode, es gab durch die Forschung schnellwachsende und platzsparende Kartoffelpflanzen, und durch die Erfindung von Blumentöpfen hatte nun jeder die Möglichkeit, Kartoffeln ohne viel Aufwand selbst zu züchten. Und noch viel besser: durch Tauschen mit Nachbarn hatte man Zugriff auf viele, viele verschiedene Kartoffelsorten. An den Pflanzen hingen regelmäßig so viele Kartoffeln, dass man sie weder zählen noch verbrauchen konnte.
Das Erfolgsmodell wurde weltweit exportiert. In armen Ländern hatten die Menschen nun genug zu Essen, während in den reichen Ländern ein richtiger Überfluss an Kartoffeln herrschte. Nur Karla schaute ein bisschen dumm aus der Wäsche – sie verdiente bei weitem nicht mehr genug, um ihren Lebensstil weiter finanzieren zu können. Und auch ihr Onkel hatte große Probleme, seine Kartoffeln loszuwerden. Sicher, hungern musste er nicht, und auch wenn er sich einen anderen Beruf gesucht hätte, wäre die Welt davon nicht untergegangen – aber konnte das wirklich sein, dass er von heute auf morgen überflüssig geworden war? Und das, obwohl sein Nachbar sich immer noch mit Kartoffeln über Wasser halten konnte? Dabei steckte dieser seine Kartoffeln doch nur in eine andere Packung, würzte sie und verkaufte sie im heißen Zustand. Nein, mit sowas wollte er nichts zu tun haben. Sein Geschäftsmodell, seine Idee, seine Karla! Das konnte doch nicht einfach so vorbei sein?
Was er jetzt tat, hatte er noch nie getan: Er ging zu seinem Fürsten, brachte ihm leckere Kartoffeln mit, nahm die hübsche Karla, und heulte sich bei ihm aus. Beide erzählten ihm, wie sie am Hungertuch nagten, wie das Volk ohne die beiden nicht überleben könne, und schenkten ihm einen Sack voll Gold. Der Fürst war sichtlich berührt und wollte verhindern, dass die beiden verarmen. Er verbot mit sofortiger Wirkung das Tauschen von Kartoffeln. Wer privat anbauen wollte, konnte dies weiterhin tun – aber wer gerne mal was anderes hätte, sollte bei Karla kaufen.
Nach einigen Wochen allerdings merkte Karla, dass sich niemand an das Verbot hielt. Die Leute tauschten weiter Kartoffeln, was das Zeug hielt. Also wieder zum Fürst gerannt und ihm die Lage geschildert, sogar eine Unterschriftensammlung hatte sie organisiert – sämtliche Kartoffelhändler hatten auf ihr unterschrieben. Der Fürst war vom „Kartoffelberger Appell“ beeindruckt und schämte sich für seine Untertanen. Er versprach, mit aller Härte gegen die Raubzüchter vorzugehen. An jeder Ecke stand nun ein Ritter, der jegliche Kartoffeltransporte aufschrieb und sechs Monate lang archivierte. Bei allen Leuten, insbesondere bei denen, die sich mit Kartoffeln auskannten, sahen regelmäßig Ritter in der Wohnung nach, ob da nicht Raubkartoffeln rumlägen.
Das gemeine Volk musste sich was einfallen lassen. Die Ideen waren zahlreich: Kartoffelpflanzen, die nicht wie Kartoffelpflanzen aussehen, die Blumentöpfe im Keller verstecken, einige taten sich sogar zusammen und gründeten einen Verein gegen die Kriminalisierung des Kartoffelanbaus. Der Fürst reagierte schnell: bald war das Anpflanzen von Grünzeug generell verboten. Heimlich drangen Kontrolleure in das Haus ein, schnüffelten im Abfall nach Beweisen von Raubkartoffeln oder versteckten sich gleich in der Küche.
Die „Kartoffelpolizei“, wie sie bald schon genannt wurde, bekam mit der Zeit noch weitere Aufgaben. Manche durch den Fürst, manche aber auch einfach nur durch Angestellte des Fürsten. Sie passten auf, dass niemand eine kritische Meinung über den Fürst äußerte. Sie kontrollierten, dass ja niemand versuchen würde, politischen Einfluss zu nehmen oder das Volk gegen den Fürsten aufzuhetzen. Die Fürsten mehrerer Länder taten sich sogar zusammen, um gemeinsam gegen Raubzüchter vorzugehen und gaben ihre Kompetenzen einem überregionalen Gremium, das fortan die „Kartoffelpolizei“ steuerte und Befehle erteilte.
ZDF schädigt Demokratie... oder so...
Von e7 am 17.09.2009, 11:43 in der Kategorie Zwischendurch... mit den Tags wahlkampf piraten öffentlichrechtliche zdf. Kompletten Eintrag zeigen
Die Verweigerung von Kanzlerin und Kanzlerkandidat beschädigt die demokratische Kultur.
Und das nur, weil Merkel und Steinmeier nicht noch mal so eine doofe Diskussion im Fernsehen mitmachen wollten. Das ZDF setzt die Sendung einfach ab.
Allerdings wirkt der Text auf mich nicht ganz durchdacht:
Neben dem TV-Duell zwischen Kanzlerin und Herausforderer ist die Berliner Runde aller Spitzenkandidaten für mich das wichtigste Diskussionsformat vor den Bundestagswahlen.
Alle Spitzenkandidaten? Die Zeit schreibt ebenfalls Alle Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien.
Ob jemand die Piraten eingeladen hat?
Hier übrigens noch der Hinweis auf die Aktion #EnterDenRaab.
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