Über dieses Blog...
Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
Feeds
Interessant gefunden? Mitlesen? Vollständige Beiträge per Feed.
Zur Weiterverarbeitung oder zum Einbauen für Ihre Homepage: CSV, JavaScript
Tag-Cloud
Durchsuchen
Kategorien
Archiv
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Fotografen und die Raubkopierer...
Von e7 am 18.10.2009, 21:16 in Kopfschüttelnd...
Tags: subventionen geschäftsmodell fotografen fotografie urheberrecht raubkopierer
Wieder so eine Sache, bei der ich nur den Kopf schütteln kann: Ich habe von einer Bekannten eine dieser Mappen gesehen, die Fotografen an Schulen anfertigen und für teueres Geld verkaufen wollen (weil Abfertigung im Sekundentakt auch so teuer ist). Den Fotografen möchte ich hier nicht nennen, allerdings hatte er einen ganz „kreativen“ Namen mit „Top“ drin, also ein echter Künstler, der die Bilder einfach oben ziemlich, ziemlich knapp angeschnitten hat.
Aus Angst vor den bösen „Raubkopierern", die scheinbar in Massen Fotos in schlechter Qualität abscannen und die Mappe dann ungekauft zurückgeben (mal ehrlich: die Leute knippsen dann doch zum großen Teil selbst) waren die Fotos alle fein säuberlich in eine große Folie verpackt, zugeklebt und mit auffallenden, großen schwarzen Schriftzügen versehen. Ausdrücklich stand noch was von wegen „Öffnen der Folie verpflichtet zum Kauf“ an diversen Stellen. (Btw frage ich mich natürlich, was passiert, wenn man so was wie „wurde schon offen geliefert“ anbringt…)
Schon eine nette Idee, und endlich hat mal jemand verstanden, wie ein wirksamer Kopierschutz implementiert werden muss: als Betrachtungsschutz. CDs, die ich abspielen kann, kann ich brennen, Websites, die ich sehe, kann ich speichern, und auch die modernen hochauflösenden Trägermedien sind nicht so sicher, wie es uns immer erzählt wird. Also wird auf die Folie so viel schwarzer Text aufgetragen, dass man das Bild darunter nur noch erahnen kann (klar, mit Photoshop wäre das dann doch noch wegstempelbar gewesen) — auf jeden Fall hab ich die Person bei ihrem Vorhaben unterstützt, das Paket aus genau diesem Grund nicht zu nehmen und einen netten Zettel drauf geklebt. Bleibt zu hoffen, dass ihn jemand liest.
Aber egal wie die Sache ausgeht: Am Schluss sind natürlich wieder die bösen Raubkopierer schuld, dass die Fotografen reihenweise insolvent gehen. Geschäftsmodell? Braucht man ja nicht, lieber beim Staat ausheulen und Subventionen, Überwachungsgesetze oder sonst was fordern. Und die Medien werden mitmachen (aktuelles Beispiel hier), die Politiker werden mitmachen, und alle sind glücklich. Nur das Volk natürlich nicht, das die Politiker eigentlich gewählt hat.
Interessant gefunden?
Dann steht dir auch ein Feed (mit vollständigen Beiträgen!) zur Verfügung:
RSS 2.0
Bisher noch keine Trackbacks eingegangen
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Eintrag deaktiviert.
© 2001 - 2010 by e7o.de; powered by e7cms. XHTML Strict für gute Browser.







