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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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Dokumentation über "Gleichberechtigung"
Von e7 am 28.10.2008, 19:27 in der Kategorie Intelligente Entscheidungen mit den Tags sorgerecht waffe kinder scheidung trennung frauen gleichberechtigung. Kompletten Eintrag zeigen
Ich hatte letzte Woche die Ehre, in der Uraufführung von „Der entsorgte Vater“ (noch ein Info-Link) zu sitzen. Wer noch nie was von diesem Film gehört hat:
Die ganze Bandbreite der emotionalen Auswirkungen und der faktischen Konsequenzen gescheiterter Beziehungen und zerstörter Familienbande kommt zum Vorschein in den Geschichten der vier Trennungsväter, die trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten und Lebenswege ein Schicksal teilen: Sie können ihre eigenen Kinder nicht sehen, weil die ehemaligen Lebensgefährtinnen den Umgang von Vater und Kind über Wochen, Monate oder gar Jahre hinweg boykottieren.
Nähere Informationen auf der Website. Weitere Termine: 31. Oktober/1. November in Biberach oder 5./6./9. November in Braunschweig. Zumindest die alleinerziehenden Mütter haben mit dem Ressigeur diskutiert, Zustimmung gab es von den meisten Männern.
Wird wohl im ersten Halbjahr 2009 ins Kino kommen, anschließend auf DVD und irgenwann bei SWR/arte im Fernsehen. Wer das Glück hat, den Film in seiner Nähe (Biberach, Braunschweig und Umgebung) erleben zu können: Unbedingter Tipp!
Interview mit dem neugierigen Mann
Von e7 am 14.10.2008, 20:58 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags 129a demokratie grundgesetz rechtsstaat polizeistaat vds überwachung stasi schäuble. Kompletten Eintrag zeigen
Wer mal wieder so richtig lachen und weinen zu gleich will, sollte sich das Schäuble-Interview der taz geben.
Interessant, wie Schäuble zum Beispiel zum Grundgesetz steht. Konkret ging es in der Frage um die Aufnahme des Datenschutzes in eben jenes.
Eine solche Verfassungsänderung wäre der Ersatz von faktischem Handeln durch Rhetorik. Dafür ist das Grundgesetz nicht da.
Nun ja, Online-Durchsuchungen und ähnliches in minder schweren Fällen sind ja auch nicht unbedingt nur das Grundgesetz abgedeckt. Eine Verfassungsänderung, um das aufzunehmen, ist natürlich auch Rhetorik; das faktische Handeln geschieht ja bereits. Auch interessant die Frage zur Demo am Samstag:
Das war eine europaweite Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung. Ich halte diese Kritik für unberechtigt und ich halte auch die Ängste, die da bei jungen Menschen erzeugt werden, für falsch und unverantwortlich.
Immerhin ist die Kampagne unter anderem ein Teil gegen den Polizeistaat, der sich immer wieder auf fragwürdige Weise Terroristen hervorzaubert. Und Schäuble ist hier derjenige, der mit seiner Terror-Paranoia die Ängste schürt (oder zumindest versucht zu schüren).
Wir halten uns mit der Vorratsdatenspeicherung an die Umsetzung einer europäischen Richtlinie,
Die betreffende EU-Richtlinie wurde allerdings auf Bestreben Deutschlands hin — nachdem diese im Deutschen Bundestag keine Mehrheit bekam und somit abgelehnt wurde — erst zu einer EU-Richtlinie. Verfassungstreue pur: Parlament sagt nein, also wird so lange gebastelt, bis sie doch da ist.
und die halte ich angesichts des 11. September für richtig.
Aber, aber, Herr Schäuble. Das war's schon? Wo ist denn die Kinderpornografie? Wo ist denn der Kampf gegen die Milliardenschäden der Musik- und Filmindustrie? Das können Sie doch besser…
Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung. Wer behauptet, es gäbe auch nur die entfernteste Ähnlichkeit zwischen der Realität in der DDR und in der Bundesrepublik, ist nicht nur geschichtsblind.
Nun ja, den Satz lass ich jetzt mal gänzlich unkommentiert.
Wir haben nämlich in Deutschland schon einmal eine Freiheitsordnung durch verantwortungsloses und bösartiges Gerede derart diffamiert, dass am Ende die NS-Gewalt- und Willkürherrschaft an die Macht kommen konnte.
Bingo! und das Zitat dazu:
„Man kann eine Usenet-Diskussion als beendet bezeichnen, wenn einer der Teilnehmer Hitler und die Nazis herauskramt.“
Gut, die Diktatur eignet sich natürlich schon für den Polizeistaat, aber Schäuble führt das hier ja gerade falsch herum an.
Wer hat denn den Leuten eingeredet, dass eine sechsmonatige Speicherung ihrer Kommunikationsdaten eine Bedrohung der Freiheit sei? Das waren gewisse Medien, Organe wie das Ihre gehören leider bisweilen auch dazu.
Neben einem Frontalangriff auf die taz hat Schäuble wohl noch so einige Dinge wie z. B. den 129 a ganz nebenbei unter den Teppich gekehrt.
Dahinter steckt bei manchen natürlich auch der Versuch, die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen.
lol… prust… rofl! Ich muss mal kurz ne Pause machen und ne Runde Lachen gehen.
Wir haben das Telefonbuch bis vor kurzem noch als Alltagshilfe empfunden. Heute gilt es manchen wohl als riesige Datensammlung. Wollen wir deswegen auf die Vorzüge eines Telefonbuches verzichten?
Schließt sich nahtlos an. Ach ja, Herr Schäuble: Wenn man bei der Beauftragung (oder im Nachhinein) seines Telefonanschlusses erwähnt (ankreuzt), dass man da nicht drin stehen will, ist das kein Problem. Dumm nur, dass beispielsweise bei der Beantragung eines elektronischen Reisepasses dafür kein Feld vorgesehen ist, genauso wenig, wie beim Internetanschluss. Die nachfolgenden disqualifizierenden Aussagen von wegen „Abschaffung der Informationstechnologie“ und anderes sollte jeder selbst im Interview nachlesen. Ebenso wie die Aussage mit dem Vertrauen auf die Telekom.
Ich versteh's nicht. Die CDU (und damit auch die CSU) lassen so einen Mann und Verfassungsfeind jahrelang an der Spitze und werden immer noch gewählt. Und falls doch mal einer von uns in den Knast kommen sollte:
Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
Macht ja nix, wenn man mitten in seiner Ausbildung/Studium mal ein Jahr weg vom Fenster ist oder seinen Job, seine Familie verliert oder die Kinder durch den Terror-Vater in der Schule gemobbt werden. Und ob wir einen Rechtsstaat haben, sei auch mal dahingestellt. Aber trösten Sie sich, Herr Schäuble: Das Leben macht aus, dass Unfähige auch mal wegsterben.
OpenOffice 3
Von e7 am 13.10.2008, 14:07 in der Kategorie Gut zu wissen... mit den Tags opensource release final openoffice. Kompletten Eintrag zeigen
Da im Moment scheinbar durch den gewaltigen Ansturm die OpenOffice.org-Server etwas schwer erreichbar sind, hier zwei Mirrors für die deutsche Variante: gwdg und TU Chemnitz. Die heute offiziell angekündigte und seit ungefähr Freitag existierende 3.0.0 ist übrigens identisch mit dem RC4 (zumindest laut MD5 — und eine Kollision wird's wohl kaum sein). Wer also bisher den Release Candidat hatte, braucht nicht updaten.
Hier die Ankündigung auf der Mailing List:
The OpenOffice.org Community is today announcing the general
availability of OpenOffice.org Version 3. Right from the opening screen,
OpenOffice.org 3 has a fresh new look, with a new start screen, new
splash screen, new icons, and a host of usability improvements.The Writer word processor has a cool new slider control for zooming,
allows multi-page display while editing, has powerful new multilingual
support, and boasts improved notes capabilities. As well as conventional
office documents, Writer can now edit wiki documents for the web.The Calc spreadsheet has been given another increase in capacity — now
up to 1024 columns per sheet. It also has a powerful new equation
solver, and a great new collaboration feature for multiple users.Draw can now cope with poster-size graphics (up to 3sq metres), and
Impress supports multiple monitors for presentations. Chart now produces
much more clean looking graphics by default, and has a range of
additional features requested by power users.The popular built-in PDF export facility has been further enhanced with
PDF/A support and a range of new user-selectable options.OpenOffice.org 3 is now also available for the first time as a full Mac
OS X application, bringing the power of the world's leading open-source
office suite to a whole new group of users. And it's even easier than
ever to persuade MS-Office users to upgrade to OpenOffice.org, with new
support for MS-Access 2007 'accdb' files, improved support for VBA
macros, and a new ability to read MS-Office Open XML files (Microsoft
Office 2007 and Office 2008 documents)OpenOffice.org's support for extensions is really coming of age with
OpenOffice.org 3. A rapidly expanding number of additional features are
available from different developers to add great features such as an
Impress presenter console, support for business analytics, PDF import,
and a whole new way of supporting additional languages.Tell your friends that 2008 is 'The Year of 3'; — the year we released
OpenOffice.org 3; the year we make OpenOffice.org available on all 3
major computing platforms (MS-Windows, GNU/Linux, and Mac OS X); and the
year to realise the 3 key benefits of OpenOffice.org: it's great
software; it's easy to use; and it's free.
Auch Heise hat's übrigens inzwischen mitbekommen. Gestern gab's auch noch mal ne Meldung, die eigentlich schon Freitag hätte kommen müssen. Nun ja, die Trolle können sich freuen, noch mal die gleichen Argumente für den Weltmarktführer auspacken. Ich jedenfalls freu mich, eine funktionierende Software für lau samt Quelltext zu haben und ordentliche Dateien (OpenDocument) zu bekommen.
FT: Hasbro fordert Einstellung der aktuellen US-Aussenpolitik
Von e7 am 11.10.2008, 20:24 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags lobby freiheit statt angst berlin stasi vds demonstration hasbro. Kompletten Eintrag zeigen
Gefunden in einem Heise-Kommentar — hier mal im Volltext, weil's so passend ist:
Die US-amerikanische Kanzlei Patachon Pat & Tyler fordert von der US-Regierung die Einstellung ihrer derzeitigen Weltpolitik, da diese vom Konzept her dem Brettspiel Risiko zu sehr ähnelt. Insbesondere das Ziel, die Welt komplett oder Teile davon zu erobern, sei eindeutig ein Plagiat von „Risiko“.Aber auch der Ansatz, mittels Würfeln (den aus Tarngründen so genannten „Wahlcomputern“) aller vier Jahre die Geschehnisse neu zu beeinflussen, erregt offenbar das Ärgernis der Spieleschmiede.
Das unnachgiebige Vorgehen überrascht etwas, da auch andere Länder, z. B. Deutschland, dieses Konzept verfolgen, wie etwa durch die Interpretation des Krieges in Afghanistan als „Verteidigung“.
11. Oktober 2008 19:54 by MAILER-DAEMON
Während sich also 50.000 besorgte Bürger bei strahlendem Sonnenschein in Berlin und unzählige Bürger rund um die Welt Gedanken machen bzw. ihrer Meinung zur DDR-Politik Ausdruck verleihen, hat Hasbro also nix anderes zu tun, als lieblos ein paar OpenSource-Nachbauten ihres Spiels zu bekämpfen. Aber wer solche Mails schreibt, dürfte sich bald dem Schicksal gewisser anderer Industrien anschließen, die nur auf Klagen und Lobbyarbeit aussind und dabei vergessen, ihre Einnahmequellen zukunftstauglich zu gestalten. Dass der Bundestrojaner dafür eingesetzt wird, illegal raubkopierte OpenSource-Risiko-Nachbauten aufzuspüren, dürfte dann wohl auch nicht mehr lange dauern. Und natürlich wird beim dritten Verstoß (=spielen) der Computer beschlagnahmt.
Noch ein Wort zur Demo — gefunden bei fefe:
An der Bushaltestelle fragte mich eine gepflegte ältere Dame (offensichtlich eine Touristin, die zur Reichstagskuppel wollte), was denn das für ein Geschrei sei (die Lautsprecherreden von der Abschlußveranstaltung), und als ich ihr erzählte, dass das deine Demo gegen den Überwachungsstaat war, meinte sie, na das sei ja auch mal Zeit, das würde ja immer schlimmer, sei ja schon wie im Osten, die ganzen Telefonate und so. Da war ich erst mal sprachlos :-)
Wenn man solchen Leuten jetzt noch klar machen könnte, dass man dazu andere Parteien wählen muss als die, die sich in den Regierungen (oder scheinheilig in der Demo (FDP, Grüne)) tummeln, wäre doch alles in Butter.
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