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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Drei Dinge...

Kurz noch drei Dinge notiert, die mir in der letzten Woche negativ aufgefallen sind:

1. T-Online-Mediencenter. Nach zahlreichen Anlaufschwierigkeiten (Fehlermeldungen über Fehlermeldungen seitens T-Online-Server) kann man nun seine Freigaben neu einrichten (etwas komplizierter und vor allem umständlicher und unbequemer als bisher) und sich über die „superschnellen“ Server freuen. Und, natürlich, typisch bei Redesigns eine völlig vermurkste Web 2.0-Oberfläche drauf gepappt, die zwar modern aussieht, aber vorne und hinten fehlerhaft ist, falsche Angaben zeigt (wusste gar nicht, dass ich so viele 0-Dateien-Verzeichnisse hab) und insgesamt einen Negativ-Award verdient hätte. Hier sieht man das typische Problem: Hauptsache was geändert, mit aller Gewalt innovativ sein wollen, aber nix vernünftiges auf die Beine stellen können.

2. Kabel Deutschland. Irgendwo müssen ja die günstigen Preise für's Internet herkommen. Eine gute Bekannte hat seit zwei Wochen einen Internetanschluss, und muss jeden Abend bangen. Manchmal funktioniert's überhaupt nicht, manchmal brechen alle Verbindungen ab. Mal tagsüber, mal abends. Die statische IP bringt einem da also gar nix — Server ist nicht drin. Und für alle anderen ist die eh nur hinderlich. Und nein, das liegt nicht irgendwo am A* der Welt, sondern in einem (eigentlich) gut ausgebauten Gebiet. Und das Problem existiert hausübergreifend.

3. Deutsche Bahn. Nachdem jetzt viele ICEs aus dem Verkehr gezogen wurden, muss der Rest natürlich mit irgendwelchen Bummelzügen abgedeckt werden. Also wird munter im Fahrplan zusammen gestrichen — mit dem tollen Effekt, dass das Bahnfahren teurer wird. Ob da Absicht dahinter steckt? Wenn eine Strecke (die einzige, die ich dank eines Bekannten recht gut kenne) dank neuem Fahrplanes statt rund 2 Stunden plötzlich rund 3 beansprucht und der Preis von 24,50 € auf 33 € steigt, könnte man da fast eine verdeckte Preiserhöhung vermuten.

Im echten Leben würde ich jetzt vor mich hinmurmeln: „Nur Idioten unterwegs…“ Allerdings sind wohl alle Probleme hier von BWLern initiiert (nennen wir sie beim Namen). Kosten sparen bzw. Preise rauftreiben.

Das Internet... eine Linksammlung.

Das Internet ist eine riesige Fundgrube an Wissen. Manchmal besser, manchmal schlechter. Nehmen wir das Beispiel knol — eine neue „Wissensplattform“ von Google. Dort kann jeder Artikel verfassen — fremde Artikel kann man allerdings nicht ändern. Und so wird der Artikel über BILD.de wohl auch nicht so schnell wieder verschwinden. Schon die Zusammenfassung lässt den geisten Dünnpfiff erahnen:

Erstklassiger Journalismus und innovatives Webdesign stehen bei BILD.de für spannenden Content, moderne Audio- und Video-Features sowie interaktive Angebote.

Den gleichen Satz — inklusive des gleichen Werbetextes außen herum — findet man bei bild.de auch direkt. In diesem Zusammenhang natürlich der Hinweis auf Bildblog.de — auch wenn man die Bild nicht liest, eine spannende Lektüre.

Derweilen liest man bei Heise und anderen Seiten:

Zur Bekämpfung dieser Delikte ist die Polizei nach Zierckes Darstellung auf die Vorratsdatenspeicherung angewiesen. Die IP- Adresse sei oftmals die einzige Spur zu den Tätern. Wenn die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg habe und das BKA diese Daten nicht mehr bekommen könnten, sei das für die Ermittler das Ende.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht schon jetzt die Verwendung der Daten auf schwere Straftaten eingeschränkt hat (Kinderpornografie, Terrorismus, Schäuble-Witze und so weiter), dürfte sich dieser Satz sowieso erledigt haben. Es hieß sowieso mal ursprünglich, dass die Daten nicht für kleinere Fälle hergenommen werden (was bei der Bundeswehr im Inneren passiert, möchte ich da gar nicht erst wissen — aber wenn sich schon die Deutsche Post einschleimt…)

Wo wir gerade beim Thema Vorratsdatenspeicherung sind: Die Telekom — in den letzten Wochen durch verschiedene Sicherheitslecks bekannt geworden — hat ja sowieso schon immer gerne gespeichert (und Anschriften gerne herausgegeben), die Vorratsdatenspeicherung problemlos umgesetzt, und ist wohl ihrem ursprünglichen Besitzer, der Bundesrepublik (heute immer noch knapp 15 %), gerne ein hilfsbereiter Kumpel. BT Deutschland muss nicht speichern, die Telekom denkt aber auch nicht nur ansatzweise daran, ebenfalls ein Gerichtsurteil zu erwirken. Dazu sammeln sie zu gerne. Jetzt hätten sie die Chance, zumindest etwas für den Datenschutz (und die Grundrechte) zu tun — aber die Motivation fehlt eindeutig. Merken wir uns, da helfen auch keine Image-Kampagnen.

Die Deutsche Nationalbibliothek beginnt übrigens mit dem Sammeln deutscher Websites. Interessant wird das bei Seiten wie kubikzahl.de — bis 1 001 000 000 001 001 001 061 hab ich mich mal „durchgeklickt“. Die etwas jüngere Redensart, dass Politiker gerne jeden Tag mal das Internet ausdrücken würden, trifft da schon fast zu.

Nicht mehr ganz Internet, aber immerhin noch virtuell: Keine Frau gefunden? Mal dir eine! In Japan setzen sich inzwischen Leute dafür ein, Comicfiguren (mit Ausnahme der Micky Maus) heiraten zu dürfen. Wer also keine geeignete Frau findet, malt sich einfach seinen Traum aufs Papier. Der Vorteil: Nach der Scheidung spürt man wenigstens nicht die tolle Gleichbehandlung in Deutschland.

Auch (noch) nicht Internet-relevant sind die Wahlmaschinen/Wahlcomputer. In den USA haben die Wahlfälschungen bereits begonnen — verschiedene Maschinen wählen statt der Demokraten die Republikaner. Ist ja auch viel einfacher, als offensichtlich zu betrügen (mp3) (auf der Seite gibt's auch noch was geniales über unsere Politikerin aus der DDR (ebenfalls mp3) sowie was über die Rechtsaufassung des WDR).

Bei ubuntuusers.de findet man übrigens mal wieder einen Bericht über die Kosten, die mit OpenSource entstehen — nämlich weniger als mit ClosedSource von Microsoft & Co. Wie ein Dozent an der Hochschule neulich so schön sagte: Da werden 20.000 € für eine Hochschullizenz von Microsoft Office 2007 ausgegeben, obwohl OpenOffice.org kostenlos ist. Das Fluchen der Profesoren über die vermurkste Oberfläche gibt's allerdings gratis in den Vorlesungen dazu. Das tröstet zumindest ein bisschen darüber hinweg, dass die BWLer (die einzigen, die sich über das MS Office freuen) ständig die wenig vorhandenen Drucker blockieren. Übrigens gibt es eine Studie, die zum Schluss kommt, dass Studiengebühren Abiturienten abschrecken.

Zum Schluss noch ein Geschenktipp für den, der schon alles hat: Schwangerschaftsbecken 3-teilig beim Discounter Plus. Weihnachten ist ja nicht mehr weit weg, die Terroristen Typen mit den weißen Bärten sieht man schon.

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