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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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70.200 Formulare, bitte.

Eine ganz krasse Aktion: ein Musiker möchte der GEMA einen Lastwagen voll Formulare übergeben. Theoretisch müsste die GEMA diese auch noch abarbeiten — es ist ja ihre Aufgabe, die gemeldeten Samples (dafür sind deren Formulare gedacht, nur halt zu klein) zu verwalten und für Ausschüttungen zu sorgen.

Aus der Pressemeldung von Johannes Kreidler (auf seiner Website findet sich auch ein Video, und natürlich der Song zum Anhören):

product placements nennt der Komponist Neuer Musik Johannes Kreidler (28) die Kunstaktion, für die er ein 33 Sekunden langes elektronisches Musikstück mit 70200 Fremd-zitaten komponiert hat, um es ordnungsgemäß bei der GEMA anzumelden.

Soweit erst mal lobenswert. Im nächsten Absatz steckt allerdings eine Information, die wohl viele gar nicht so wissen dürften:

Mit der Aktion will der Künstler auf die Mängel des deutschen Urheberrechts aufmerksam machen. Entgegen der landläufigen Meinung, kurze Zitate seien frei verwendbar, muss tatsächlich auch der kleinste Fremdanteil am eigenen Werk bei der Verwertungsgesellschaft angegeben werden.

Vielerorts hört man immer noch die weit verbreitete Annahme, dass bis zu 30 Sekunden Lied anspielen frei wären — was hiermit mal wieder widerlegt wäre.

Immerhin gut, dass ich kein GEMA-Mitglied bin und auch keinerlei Werke dort anmelden muss — müsste ich das für die Blogeinträge tun, könnte ich dicht machen.

Wer bei der Übergabe dabei sein will: Freitag, 12. September 2008, 11.00 Uhr bei der GEMA-Generaldirektion Berlin, Bayreuther Straße 37 (Wittenbergplatz). Schade, dass das so weit weg ist :(

Nachtrag: Nach drei Tagen ist auch Heise drauf aufmerksam geworden :) Die werden auch immer langsamer. Wahrscheinlich wegen dem zahlreichen Beiträge sperren, dass sie seit der Layoutverschandelung betreiben.

Notebook-Klassen und Präsentationen

Wie Heise berichtet, werden in Würselen (nie gehört) Notebook-Klassen eingerichtet.

Softwareseitig kommt Windows Vista, MS Office sowie das auf weiteren Microsoft-Produkten basierende Lernportal IQ:on Professional 2008 von Conciety zum Einsatz.

Vista? Richtig. Woher die Kompetenz kommt, kann man leicht nachvollziehen, es gibt ja netterweise eine Projekt-Homepage:

Die aktuelle Ausstattung des Notebooks sehen Sie in der 34. Kalenderwoche wie gewohnt unter dem Butten „zur Bestellung",

Auch sonst ist die Rechtschreibung nicht das Gelbe vom Ei. Interessant ist ebenfalls das .CMS am Ende der URL, und ein Blick in den Quelltext verrät den Rest:

<META http-equiv="Page-Enter“ content="blendTrans(Duration=0.2)">

Passt auf jeden Fall zu meinem Fazit, zu dem ich gleich kommen werde. Denn: man liest dort auch so interessante Dinge, die es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen lassen:

… Schüler arbeiten mit modernen, zeitgemäßen Werkzeugen und erlernen den Umgang mit Notebook, Internet und Softwareprogrammen.

… Schüler gestalten den Unterricht aktiv mit durch Präsentationen, die zuvor meist in der Gruppe erarbeitet wurden.

… mittels Recherche nach Informationen … suchen und dieses zu einer Präsentation weiterverarbeiten.

… wenn es darum geht, sich gegenseitig im Umgang mit dem Notebook und den Programmen zu unterstützen.

Warum nur erinnern mich die Sätze nur so an PowerPoint? Ach ja, ich erinnere mich: Zu meiner Schulzeit wurde einem nahe gelegt (dieses fast schon verpflichtende), sich den Schulbeamer und Schullaptop auszuleihen, um seine Referate zeitgerecht zu präsentieren. Verbunden mit dem tollen Informatik-Unterricht, in dem man neben dem größten Lernerfolg „viele Leute auf Server zugreife == Absturz“ (DOS-Attacke) die hoffnungslos veraltete Infrastruktur bemerkte und anschließend zumindest Animationen in PowerPoint und Autotext in Word beherrschte, gab das immer die unbeschreiblichsten Referate. Ich denke, jeder kennt die Zusammenstellungen sämtlicher von Windows mitgebrachten Schriftarten in sämtlichen farblichen Varianten.

Freuen wir uns, dass eine neue Generation geschmacksverblendeter Schüler heranwächst. Studienplätze für BWL gibt's ja genug…

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