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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Paypal und die Passwort-Vergessen-Funktion

Ich wollte eben mal meinen Paypal-Account prüfen (also mal schauen, was da überhaupt drauf ist) — und kannte das Passwort natürlich nicht mehr. Passwort-Vergessen-Funktion anklicken, ganz einfach. Natürlich kommt da eine E-Mail mit einem Link samt kryptischer zufälliger Zahlenkolonne, den ich nur anklicken brauche, um ein neues Passwort zu vergeben. Gesagt, getan.

Nun rätsel ich allerdings, was genau dieser Satz in der E-Mail von Paypal bringen soll (die merkwürdige Leerzeichensetzung ist nicht von mir, sondern direkt übernommen):

Wenn Sie diese E-Mail nicht angefordert haben, wenden Sie sich umgehend an PayPal:0180 500 66 27.(Mo-Fr 8.30 bis 19 Uhr, 14 Cent/Min. aus dem Festnetz der Telekom. Für Anrufe aus Mobilfunknetzen können höhere Gebühren anfallen.)

Zum Passwort ändern brauche ich Zugriff auf das zur Registrierung verwendete E-Mail-Postfach — das ist bei jedem x-beliebigen Onlinedienst der Fall. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Die eine ist, dass Dritte auf mein Postfach Zugriff haben — diese würden die Mail dann natürlich gleich löschen, und damit würde ich das geänderte Passwort nicht mitbekommen. Die andere Möglichkeit ist, dass niemand an die Mail kommt — dann lösche ich diese einfach.

Was meint Paypal damit bezwecken zu können? Soll ich für 14 Cent/Minute dort anrufen und mich ausheulen, dass jemand versucht hat, das Passwort anzufordern? Stellen die womöglich Strafanzeige, um an die Adresse hinter der IP zu bekommen und schicken die deswegen gleich die Mafia zum Auftragsmord Polizei zur Hausdurchsuchung vorbei? Irgendwie kann ich mir das nicht so wirklich vorstellen. Aber wer solche Links baut…:

https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=xpt/cps/general/SellingMadeEasy&nav=4

SPD: Verfassungsklage, pünktlich zur Wahl

Ob das hier wohl was mit der Landtagswahl am Sonntag zu tun hat? Hier ein Zitat aus dem Artikel vom Mittwoch, 24. September 2008 (Landtagswahl ist übrigens am Sonntag — das macht laut SPD-Ticker etwas mehr als 3 Tage und 22 Stunden):

… zur Durchführung heimlicher Online-Durchsuchungen Beschwerde zum Bundesverfassungsgericht erhoben.

Dabei ist doch die SPD beispielsweise mit der Vorratsdatenspeicherung (dort ebenfalls verlinkt auch der Artikel, in dem sie sich für die VDS einsetzt)? Mal wieder alles heiße Luft kurz vor der Wahl.

Doch nicht anonym: CTunnel

So schnell kann's gehen. CTunnel schreibt auf einer Informationsseite folgendes:

Why should I trust Ctunnel? … Because government subpenoa could require us to hand over our server access logs, access logs are regularly deleted to protect your privacy. In short, we value your browsing experience as well as your anonymity, and would not do anything to break your trust in us.

Nun aber liest man bei Gulli andere interessante Dinge:

Es ist unklar, warum der Anonymisierungsproxy CTunnel so leichtfertig die persönlichen Daten von David Kernell herausgegeben hat.

Damit ist CTunnel wohl definitiv nicht mehr als seriös und vertrauenswürdig einzustufen („regularly deleted“ bringt nun mal nicht viel, wenn es nur alle paar Wochen passiert). Deshalb mein Tipp: Finger weg von CTunnel und anderen fragwürdigen Diensten — es gibt besseres (Tor, JonDonym, Freenet, I2P — um nur ein paar zu nennen).

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