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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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Was haben Behörden und BWLer gemeinsam?
Von e7 am 30.08.2008, 16:43 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags bwl patente zoll angela merkel urheberrecht behörde marketing aktion. Kompletten Eintrag zeigen
Auf der diesjährigen IFA wieder ein Fall, bei dem man sich fragt, was deutsche Behörden eigentlich so auf dem Kasten haben, und auch ein praktisches Beispiel, was BWLer so auf dem Kasten haben. Zitat aus dem News-Artikel bei Heise:
Praktisch gleichzeitig statteten Zollbeamte zahlreichen Messeständen einen Besuch ab … Die ebenfalls auf der IFA vertretene Firma Sisvel (Halle 2.2) wirft den Ausstellern Patentrechtsverletzungen vor und hat Durchsuchungsbefehle gegen sie erwirkt. Sisvel will damit medienwirksam für Beschlagnahmungen zu sorgen und so die Hersteller unter öffentlichen Druck zu setzen.
Einerseits sieht man hier wieder das deutsche Beamtentum: ein Unternehmen sagt „macht mal", die Behörden fallen drauf rein und machen so was medienwirksam und sich damit kostenlos (auf Kosten des Steuerzahlers) zum Testimonial. Klar denkende Menschen hätten so etwas unter der Hand (also nach dem Schließen der Messe, oder beamtengerecht morgens vor Beginn) gemacht — es steht ja nicht mal zweifelsfrei fest, dass die Unternehmen wirklich schuldig sind (das ist ähnlich unschuldig im Knast sitzender Leute oder der Veröffentlichung von Kinderschänder-Fotos, wegen deren dann Unschuldige umgebracht werden, vermutlich von so Initiativen wie dieser hier). Das ist wie das typische Gejammere der Musikindustrie („die bösen Raubkopierer, macht doch mal was“ und fahren trotz Unfähigkeit Gewinne über Gewinne ein), Angie springt, macht ein Gesetz, und die Musiker wollen's eigentlich gar nicht (mal von ein paar Bands abgesehen, die gerne mehr Geld wollen, nun aber doch umdenken müssen).
Andererseits sieht man, was BWLer so auf dem Kasten haben. Die Musikindustrie hatte ich ja schon erwähnt, auch die Filmindustrie denkt teilweise um. Alles, was noch an BWLern übrig bleibt: Wer solch durchsichtige Marketingaktionen durchführt, macht sich hier eher Feinde und schafft Sympathie mit den mit Schlamm beworfenen Unternehmen, also genau das Gegenteil… vielleicht sollte man in BWL-Studiengängen doch mal so Vorlesungen wie „Logisches Denken I + II“ einführen, dann würde es eventuell unter Umständen auch mit der Matheprüfung klappen. Bei der Gelegenheit noch ein Kommentar zu Microsoft: die sind ja auch gerade wieder beim Einkaufen gewesen. Was man nicht im Kopf hat, hat man im Geldbeutel…
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