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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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FT: Hasbro fordert Einstellung der aktuellen US-Aussenpolitik
Von e7 am 11.10.2008, 20:24 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags lobby freiheit statt angst berlin stasi vds demonstration hasbro. Kompletten Eintrag zeigen
Gefunden in einem Heise-Kommentar — hier mal im Volltext, weil's so passend ist:
Die US-amerikanische Kanzlei Patachon Pat & Tyler fordert von der US-Regierung die Einstellung ihrer derzeitigen Weltpolitik, da diese vom Konzept her dem Brettspiel Risiko zu sehr ähnelt. Insbesondere das Ziel, die Welt komplett oder Teile davon zu erobern, sei eindeutig ein Plagiat von „Risiko“.Aber auch der Ansatz, mittels Würfeln (den aus Tarngründen so genannten „Wahlcomputern“) aller vier Jahre die Geschehnisse neu zu beeinflussen, erregt offenbar das Ärgernis der Spieleschmiede.
Das unnachgiebige Vorgehen überrascht etwas, da auch andere Länder, z. B. Deutschland, dieses Konzept verfolgen, wie etwa durch die Interpretation des Krieges in Afghanistan als „Verteidigung“.
11. Oktober 2008 19:54 by MAILER-DAEMON
Während sich also 50.000 besorgte Bürger bei strahlendem Sonnenschein in Berlin und unzählige Bürger rund um die Welt Gedanken machen bzw. ihrer Meinung zur DDR-Politik Ausdruck verleihen, hat Hasbro also nix anderes zu tun, als lieblos ein paar OpenSource-Nachbauten ihres Spiels zu bekämpfen. Aber wer solche Mails schreibt, dürfte sich bald dem Schicksal gewisser anderer Industrien anschließen, die nur auf Klagen und Lobbyarbeit aussind und dabei vergessen, ihre Einnahmequellen zukunftstauglich zu gestalten. Dass der Bundestrojaner dafür eingesetzt wird, illegal raubkopierte OpenSource-Risiko-Nachbauten aufzuspüren, dürfte dann wohl auch nicht mehr lange dauern. Und natürlich wird beim dritten Verstoß (=spielen) der Computer beschlagnahmt.
Noch ein Wort zur Demo — gefunden bei fefe:
An der Bushaltestelle fragte mich eine gepflegte ältere Dame (offensichtlich eine Touristin, die zur Reichstagskuppel wollte), was denn das für ein Geschrei sei (die Lautsprecherreden von der Abschlußveranstaltung), und als ich ihr erzählte, dass das deine Demo gegen den Überwachungsstaat war, meinte sie, na das sei ja auch mal Zeit, das würde ja immer schlimmer, sei ja schon wie im Osten, die ganzen Telefonate und so. Da war ich erst mal sprachlos :-)
Wenn man solchen Leuten jetzt noch klar machen könnte, dass man dazu andere Parteien wählen muss als die, die sich in den Regierungen (oder scheinheilig in der Demo (FDP, Grüne)) tummeln, wäre doch alles in Butter.
In Deutschland vom Aussterben bedroht: Offenes WLAN
Von e7 am 14.09.2008, 22:16 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags bitkom lobby störerhaftung zensur offen wlan. Kompletten Eintrag zeigen
In einem Artikel bei Heise laß ich eben folgende Zeilen, bei deren Durchlesen einem ganz spontan — ohne groß Nachdenken zu müssen — die Gründe einfallen werden:
… BITKOM meldete, inzwischen 14.200 öffentliche – aber meist nicht kostenlose – WLAN-Zugänge … aber mit einer Rate von 17 Hotspots pro 100.000 Einwohnern steht man …. recht schlecht da: in der Schweiz sind es 53, in Großbritannien 48 und in Schweden 38. … private Nutzung von WLAN liegt … unter europäischem Schnitt.
Woran das wohl liegen mag? Sicherlich nicht daran, dass Deutschland ein rückschrittliches Land ist und noch nicht in der neuen Zeit angekommen ist? Sicherlich auch nicht daran, dass Deutschland im Moment eher der DDR hinterhereifert? Ich zumindest glaube ja, dass Politiker nur unser bestes wollen, und dass durch Urteile wie LG Hamburg, 308 O 407/06, OLG Düsseldorf, I-20 W 157/07 oder LG Frankfurt a.M., 2/3 O 771/06 unsere Gesellschaft nur vor den bösen Kinderpornografie-Konsumenten und langhaarigen Bombenlegern geschützt werden soll. Und sicherlich erleidet die Bevölkerung dadurch keinerlei Nachteile.
Das ist wohl auch der Grund, warum man beispielsweise bei McDonalds, in verschiedenen Cafès, an Flughäfen etc. nur extrem gesicherte Telekom/T-Online-Hotspots (oder wahlweise auch von anderen Unternehmen) bekommt, mit komplizierter Registrierung und zu Preisen, bei denen man schon fast vermuten könnte, dass da im Hintergrund jemand manuell die Stecker bedient. Ein offenes WLAN, oder zumindest der regelmäßig wechselnde WPA-Key auf der Quittung, könnte ja zu viel Kundenservice sein und Schäuble nicht ins Konzept passen. So ein paar Euro in einen DSL-Anschluss und nen Accesspoint investieren, dafür Kunden anziehen etc. scheint wohl nicht jedermanns Sache zu sein. Man kann die Bevölkerung einfach so schön überwachen. Bei öffentlichen Hotspots, die jede Dumpfbacke aufmachen kann, wird's schließlich schwierig mit der Zensur. Ernsthaft geplant beispielsweise in Flugzeugen. Oder nicht doch lieber gleich Pornos im ganzen Internet verbieten? Auch das gibt's.
Und wieder frag ich mich: Wann kommt Deutschland in der modernen Zeit an? Wann kommen unsere Politiker in der modernen Zeit an? Dass sie es nicht sind, beweist ein Video/Interview — das ist immerhin mal realistischer als dieses 100 Leute fragen, die dümmste Antwort im Fernsehen zeigen und davon auf die Intelligenz der Jugend zu schließen.
Eigentlich wäre es ja die Aufgabe des Branchenverbands Bitkom, mit seiner Lobby-Macht mal was ordentliches auf die Beine zu stellen, statt ständig nur über selbstverschuldete Fachkräftemängel zu klagen. Auch dazu gibt es beispielsweise im Heise-Forum regelmäßig schöne Erklärungen (#1, #2). IT-Arbeitslosigkeit gibt es ja auch genug, neulich kam erst wieder der Bericht, dass die IT-Arbeitslosigkeit im August auf 29.645 Personen gestiegen ist (ohne die, die in „Fortbildungen“ des Arbeitsamtes stecken).
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