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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

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Streisand-Effekt live: Duisburg

Willkommen zur nächsten Runde „Streisand-Effekt in der Praxis“ — diesmal die Stadt Dusiburg. Im Prinzip hat sie einem Blogger eine entsprechende Einstweilige Verfügung beschert, als Begründung muss das Urheberrecht herhalten.

Netzpolitik hat schon angedeutet, dass sie die Dokumente gerne haben würden und ansonsten gibt's ja auch noch Wikileaks. Ich bin mir sicher, dass die betreffenden Gutachten (bei denen der CDU-Bürgermeister nicht gut wegkommen soll) recht bald verfügbar sein werden…

via Netzpolitik

Musikindustrie und so...

Wer mal wieder was zum Lachen haben will: in Österreich ist's fast wie in Deutschland.

Es gibt Leute, die gerne zwischen Musikindustrie und „Raubkopierern“ vermitteln wollen, und die Musikindustrie (in diesem Fall „Fachverband der Film- und Musikindistrie“) hat nix besseres zu tun, als ihre alte Argumentationskette wieder hervorzukramen.

Mal abgesehen davon, dass Peter Sunde nicht rechtskräftig verurteilt ist (die Entscheidung der ersten Instanz wird ja sowieso häufiger in Luft aufgelöst) und man wieder das Verhältnis der Kreativwirtschaft zum Rechtsstaat beobachten kann, gibt's hier wieder einen genialen Satz, in dem der rechtsfreie Raum mit Kinderpornos und Nazis erwähnt wird:

3) Es gibt keinen Grund, im Internet einen rechtsfreien Raum zu sehen. Bei Themen, wie die Beschränkung von Kinderpornografie oder rassistischem Material , ist das auch weitestgehend gesellschaftlicher Konsens. Beim Schutz von immateriellen Eigentumsrechten ist dieser Konsens halt leider nicht so.

Filesharing komplett legal

Bei Musicload steht bei vielen MP3s da:

Rechte: unbegrenzt kopieren, unbegrenzt brennen, unbegrenzt abspielen

Nun ja, wenn man für 1,29 € tatsächlich die Rechte zum „unbegrenzt kopieren“ bekommt, dann wäre das tatsächlich mal ein Angebot, für das man getrost ein bisschen Geld ausgeben kann :)

Google: Böse, egal was es macht...

In Amerika hat sich mal wieder was getan: Google und die US-Verwerter haben sich auf ihr Amended Google Book Settlement geeinigt.

Neu darin ist, dass deutsche Verlage da nun quasi ausgenommen sind. Gut, dass sie da sowieso nie reinwollten und Google böse gewesen wäre, wenn sie einfach deren Bücher „geklaut", „enteignet“ oder sonst was hätten. Siehe bspw. den Heidelberger Appell (nein, sowas muss man nicht unnötig verlinken) oder die Presse.

Dummerweise erhalten sie jetzt aber auch nicht die 60 Dollar pro gescanntem Buch bzw. 63 % Beteiligung am Gewinn. Und wie das halt bei der gelddruckenden Industrie so ist, passt es natürlich wieder nicht:

„Andererseits darf Europa gegenüber Amerika den weltweiten Anschluss bei der Online-Erschließung von Bibliotheksbeständen nicht verlieren“ [Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels]

Ausführlicheres im verlinkten Artikel. Mal schauen, wann sich die entsprechenden Kandidaten lautstark über fehlende Einnahmen beschweren. Die Musik- und Filmindustrie hats vorgemacht, die Printmedien machen allesamt hinterher. Und dann wundert man sich, wenn die sich an so Dinge wie die Vorratsdatenspeicherung klammern (gegen Terroristen? Nö, lieber Grundrechte brechen zum Geld verdienen)…

Update: Bei Heise finden sich erste Reaktionen:

In der Auseinandersetzung um die Digitalisierung von Büchern durch Google erwartet der Verlag Hoffmann und Campe jetzt Vorschläge des US-Unternehmens.

Wie es zu erwarten war: Erst wollte man nicht rein, und jetzt ist man nicht drin — nun soll Google also doch die Bücher wieder aufnehmen. Und natürlich Geld zahlen.

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