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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Facebook-FAQ: Recht am eigenen Bild?

Aus der Facebook-FAQ:

Beim Posten von Fotos, auf denen sich dein Teenager nicht gefällt, handelt es sich nicht um eine Verletzung unserer Erklärung der Rechte und Pflichten. Bitte erinnere deinen Teenager deshalb daran, kein Foto zu melden, nur weil es ihm nicht gefällt, wie er darauf aussieht.

Schon mal was vom Recht am eigenen Bild gehört? Facebook interessiert sich — wie hier dokumentiert — einen Sch* für deutsche Gesetze. Frau Aigner, übernehmen Sie — das wär endlich mal ne sinnvolle Aktion, statt gegen das Abfotografieren von persönlichkeitslosen Fassaden zu wettern.

Atompolitik der CDU/CSU: der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg

Dass die Entscheidung, die eigentliche Entscheidung über den Fortbestand der Atomkraft in Deutschland um drei Monate zu verschieben, nur ein billiger Trick der CDU kurz vor den Wahlen ist, sollte eigentlich jedem mit einem IQ jenseits der Wahlbeteiligung klar sein — und dass der Ausstieg aus dem Ausstieg (der ursprüngliche Ausstieg war übrigens eine demokratische Entscheidung, die laut Stuttgart 21 eigentlich nicht rückgängig machbar ist) gegen jegliche Vernunft getroffen wurde, sollte nach ein paar Recherchen auch klar sein. Nun geht's also um den Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg, der den guten Freunden unserer regierenden Politiker nicht in den Kram passen dürfte und auch unsere Kanzlerin findet — wie immer — keine klaren Worte zur Thematik. So weit, so durchsichtig.

Was ich mich jedoch frage: Wo bleiben eigentlich die aufgebrachten Facebook-Nutzer und Offline-Demonstranten, welche die aktuelle Anti-Atom-Stimmung als Hetze der linken Medien betrachten? Wo bleiben die Demonstrationen? Warum existieren hier nicht so viele Menschen, die für den Erhalt kämpfen (mal abgesehen von den entsprechenden Lobbygruppen)?

Streik bei der Bahn

Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass die bei der Bahn ständig streiken — man liest ja alle paar Monate was davon. Auch heute wieder — gut, der Zug ist dann tatsächlich losgefahren mit Verspätung, ob er ankommt, weiß aber niemand (es könnte ja ein anderer Zug auf der Strecke stehen) — geht es drunter und drüber.

Nur, weil die mehr Geld wollen, werden also wieder massig Kunden verärgert und es wird einem wieder deutlich vor Augen geführt, was der Vorteil eines eigenen Autos ist. Auf Dauer sind diese ständigen Streiks (in Verbindung mit dem schlechten Fahrplan (und vor allem des ÖPNV jeweils vor Ort), den teuren Zugtickets (um Stuttgart 21 zu finanzieren), Verspätungen und überfüllten Zügen) wohl eher geeignet, um den eigenen Job abzusägen. Zur CeBIT wird natürlich auch gestreikt, so dass unsere ausländischen Besucher gleich einen tollen Eindruck bekommen.

So bleibt an den Lokführern mal wieder das Image „Geldgeile Egoisten“ hängen. Ein guter Streik zeichnet sich dadurch aus, dass man sich vorher Gedanken macht, wie man das genau aufzieht. Sprich: Bspw. wie man dem Arbeitgeber so gut wie möglich schadet, Unbeteiligte aber davon ausnimmt bzw. im Idealfall diese sogar auf seine Seite zieht. Eine spontane Idee (keine Ahnung, ob die umsetzbar wäre, je nach dem, wer mitstreikt): Anzukündigen, dass man keine Fahrkartenkontrollen durchführen wird. Das ist gut für die Kunden — die kommen dorthin, wo sie hinwollen und das sogar günstiger — und das ist schlecht für die Bahn — es fallen einige Ticketverkäufe weg. So verdient sich die Bahn trotzdem dumm und dämlich, da die Züge zwar teilweise nicht fahren, die Leute aber wohl die Karten schon gekauft haben bzw. eben eine Stunde später fahren.

Und dann wär das noch das Image „Assoziale Egoisten“: Ein ganzes Land lahmlegen — und das auch noch morgens, wenn die Pendler Stress mit ihren Chefs bekommen — geht nicht. Hier nutzt einfach jemand seine Macht schamlos aus; in anderen Berufszweigen würde so etwas gar nicht gehen. Oder um es mal anders zu sagen: die machen es sich zu leicht. Alleine schon dafür müssten die Löhne denen gekürzt werden.

Aber was solls. Demnächst werden die Lokführer eh durch Computer ersetzt, die Nürnberger U-Bahn machts ja bspw. schon vor. Je mehr die Lokführer streiken, umso schneller geht diese Entwicklung.

Rohrkrepierer des Monats: Canon EOS 600D

Canon hat mal wieder eine Runde Kameras vorgestellt. Neben der 1100D, die endlich mal die Nachfolge der 1000D antritt, auch die 600D (leider immer noch viel zu hohe 18 Megapixel und ansonsten auch keine wirklich neuen brauchbaren Features). Doch was schreibt dpreview?

There's also a new button on the top-plate. The 'DISP.' button is used to turn the LCD screen on and off while you're shooting (the articulated screen design means there's no space for the eye sensor that does this job automatically on the 550D).

Damit geht die Auszeichnung für das dümmste Entfernen eines Features diesen Monat an Canon und ich werde von diesem Modell (und wie ich dumme Ideen kenne, halten die sich leider dauerhaft, siehe Breitbildwahn und Schminkspiegeldisplays — deshalb vmtl. auch die Folgemodelle) deutlich Abstand halten.

Canon, wir wäre es denn mal mit einer wirklich brauchbaren Kamera? Also mit weniger Megapixel und integriertem GPS statt irgendwelcher Motivprogramme?

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