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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

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Re-Verstaatlichung - mal was positives

Heute scheint ein schöner Tag zu sein. Nein, nicht nur die elend heiße Sonne hat sich zurückgezogen, um angenehmen Temeraturen Platz zu machen, auch der Large Hadron Collider am CERN hat seinen Betrieb aufgenommen. Entgegen vielen Befürchtungen, die Schweiz und der Rest der Welt könnten in einem Schwarzen Loch versinken, leben wir alle noch; selbst die Presseinformationen sind von dort zu uns herübergekommen.

Noch viel interessanter als eine Klage in Hawaii gegen ein Projekt in der Schweiz dürfte die Pressemeldung der Bundesdruckerei sein:

Zur Wahrung der nationalen sicherheitspolitischen Interessen sind im Rahmen eines Anfang dieses Jahres eingeleiteten Verkaufsprozesses das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium des Innern sowie die Gesellschafter grundsätzlich übereingekommen, die Bundesdruckerei GmbH an die Bundesrepublik Deutschland zu veräußern.

Man hat wohl — zumindest hier — erkannt, dass Privatisierungen doch nicht immer so günstig sind. Auch wenn ich strikt gegen die Aufnahme meines Fingerabdruckes in irgendwelche Ausweise bin, ist es immerhin schon mal beruhigend, dass immerhin die Daten „nur“ beim Staat landen.

Im Netz findet man ziemlich treffende Texte, welche die Situation gut beschreiben:

Wirkliche Ursache ist allerdings vor allem die Privatisierung des Energiemarktes. Die nun privaten Strom- und Gasversorger wollen satte Gewinne einfahren, müssen also die Preise entsprechend erhöhen. England … hat den gleichen Schritt getan und die Bürger mußten ebenfalls empfindliche Preissteigerungen hinnehmen.

Natürlich werden dort auch die steigenden Steuern erwähnt, die Energiepreise ebenfalls steigen lassen. Zeit wird es, dass die Privatisierung aufhört bzw. rückgängig gemacht wird. Was man davon hat, sieht man beispielsweise auch ziemlich deutlich am Telefonnetz: Der Staat baut ein Netz auf, die Telekom wird privatisiert und kriegt das Netz geschenkt — mit der Folge, dass andere Telefonanbieter keine günstigen Preise zusammen kriegen, weil sie Durchleitungsgebühren zahlen müssen. Gegen ein staatliches Telefonnetz und eine private Telekom hätte niemand etwas gehabt. Auch dazu habe ich einen interessanten Text gefunden.

Datenschutz? England doch nicht!

Gulli berichtet von einem weiteren Datenverlust in England.

Ein Besucher der Diskothek hatte ihn entdeckt und nach Prüfung des Inhalts der Presse überstellt

Nun ja, einen Stick mit sensiblen Daten in der Disco zu verlieren, ist schon eine Kunst. Erstens hat er dort nichts verloren, zweitens hätte er verschlüsselt sein müssen… Nun sind also Soldaten an der Reihe, auch wenn ich nicht verstehe, warum ein Mitarbeiter die genauen Urlaubsrouten von 70 Soldaten benötigt.

Natürlich kommt uns das alles bekannt vor — 5000 Gefängniswärter und Bewährungshelfer, 43.000 Verurteilte, über 100.000 Patienten oder über 1.000.000 Bankkundendaten. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, was das zuständige Ministerium dazu sagt:

Viel mehr als „ein bedauerlicher Zwischenfall“ war dem Sprecher jedoch nicht zu entnehmen.

Gut, dass bei uns die Daten sicher sind. Und wenn — ich hab nichts zu verbergen und es trifft sowieso nur Journalisten

Traurig.

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