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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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Du bist Terrorist und Kinderschänder!
Von e7 am 19.05.2009, 17:00 in der Kategorie Krasse Aktionen mit den Tags von der leyen hausdurchsuchung vds überwachung terrorist stopp bka zensur kipo. Kompletten Eintrag zeigen

Hinter der Domain verbirgt sich übrigens auch eine nette Seite:
Nach drei Jahren stellt sich dann heraus, dass Sie wirklich nichts mit KiPo zu tun hatten und wirklich nur aus Versehen auf die gesperrte Seite kamen. (Was laut Frau v.d. Leyen ja unmöglich ist.) Sofern Sie in 3 Jahren noch leben… Müssen tolle 3 Jahre sein, in denen Sie in der Öffentlichkeit als Kinderficker da stehen, Ihren Arbeitsplatz verloren haben, Freundin/Frau/Kinder weg sind,… und niemand glaubt Ihnen dass Sie unschuldig sind — immerhin hat das BKA ja mitprotokolliert, dass Sie auf einer solchen Seite waren.
Ein unbedingter Angugg-Tipp: Du bist Terrorist!
Interview mit dem neugierigen Mann
Von e7 am 14.10.2008, 20:58 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags 129a demokratie grundgesetz rechtsstaat polizeistaat vds überwachung stasi schäuble. Kompletten Eintrag zeigen
Wer mal wieder so richtig lachen und weinen zu gleich will, sollte sich das Schäuble-Interview der taz geben.
Interessant, wie Schäuble zum Beispiel zum Grundgesetz steht. Konkret ging es in der Frage um die Aufnahme des Datenschutzes in eben jenes.
Eine solche Verfassungsänderung wäre der Ersatz von faktischem Handeln durch Rhetorik. Dafür ist das Grundgesetz nicht da.
Nun ja, Online-Durchsuchungen und ähnliches in minder schweren Fällen sind ja auch nicht unbedingt nur das Grundgesetz abgedeckt. Eine Verfassungsänderung, um das aufzunehmen, ist natürlich auch Rhetorik; das faktische Handeln geschieht ja bereits. Auch interessant die Frage zur Demo am Samstag:
Das war eine europaweite Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung. Ich halte diese Kritik für unberechtigt und ich halte auch die Ängste, die da bei jungen Menschen erzeugt werden, für falsch und unverantwortlich.
Immerhin ist die Kampagne unter anderem ein Teil gegen den Polizeistaat, der sich immer wieder auf fragwürdige Weise Terroristen hervorzaubert. Und Schäuble ist hier derjenige, der mit seiner Terror-Paranoia die Ängste schürt (oder zumindest versucht zu schüren).
Wir halten uns mit der Vorratsdatenspeicherung an die Umsetzung einer europäischen Richtlinie,
Die betreffende EU-Richtlinie wurde allerdings auf Bestreben Deutschlands hin — nachdem diese im Deutschen Bundestag keine Mehrheit bekam und somit abgelehnt wurde — erst zu einer EU-Richtlinie. Verfassungstreue pur: Parlament sagt nein, also wird so lange gebastelt, bis sie doch da ist.
und die halte ich angesichts des 11. September für richtig.
Aber, aber, Herr Schäuble. Das war's schon? Wo ist denn die Kinderpornografie? Wo ist denn der Kampf gegen die Milliardenschäden der Musik- und Filmindustrie? Das können Sie doch besser…
Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung. Wer behauptet, es gäbe auch nur die entfernteste Ähnlichkeit zwischen der Realität in der DDR und in der Bundesrepublik, ist nicht nur geschichtsblind.
Nun ja, den Satz lass ich jetzt mal gänzlich unkommentiert.
Wir haben nämlich in Deutschland schon einmal eine Freiheitsordnung durch verantwortungsloses und bösartiges Gerede derart diffamiert, dass am Ende die NS-Gewalt- und Willkürherrschaft an die Macht kommen konnte.
Bingo! und das Zitat dazu:
„Man kann eine Usenet-Diskussion als beendet bezeichnen, wenn einer der Teilnehmer Hitler und die Nazis herauskramt.“
Gut, die Diktatur eignet sich natürlich schon für den Polizeistaat, aber Schäuble führt das hier ja gerade falsch herum an.
Wer hat denn den Leuten eingeredet, dass eine sechsmonatige Speicherung ihrer Kommunikationsdaten eine Bedrohung der Freiheit sei? Das waren gewisse Medien, Organe wie das Ihre gehören leider bisweilen auch dazu.
Neben einem Frontalangriff auf die taz hat Schäuble wohl noch so einige Dinge wie z. B. den 129 a ganz nebenbei unter den Teppich gekehrt.
Dahinter steckt bei manchen natürlich auch der Versuch, die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen.
lol… prust… rofl! Ich muss mal kurz ne Pause machen und ne Runde Lachen gehen.
Wir haben das Telefonbuch bis vor kurzem noch als Alltagshilfe empfunden. Heute gilt es manchen wohl als riesige Datensammlung. Wollen wir deswegen auf die Vorzüge eines Telefonbuches verzichten?
Schließt sich nahtlos an. Ach ja, Herr Schäuble: Wenn man bei der Beauftragung (oder im Nachhinein) seines Telefonanschlusses erwähnt (ankreuzt), dass man da nicht drin stehen will, ist das kein Problem. Dumm nur, dass beispielsweise bei der Beantragung eines elektronischen Reisepasses dafür kein Feld vorgesehen ist, genauso wenig, wie beim Internetanschluss. Die nachfolgenden disqualifizierenden Aussagen von wegen „Abschaffung der Informationstechnologie“ und anderes sollte jeder selbst im Interview nachlesen. Ebenso wie die Aussage mit dem Vertrauen auf die Telekom.
Ich versteh's nicht. Die CDU (und damit auch die CSU) lassen so einen Mann und Verfassungsfeind jahrelang an der Spitze und werden immer noch gewählt. Und falls doch mal einer von uns in den Knast kommen sollte:
Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.
Macht ja nix, wenn man mitten in seiner Ausbildung/Studium mal ein Jahr weg vom Fenster ist oder seinen Job, seine Familie verliert oder die Kinder durch den Terror-Vater in der Schule gemobbt werden. Und ob wir einen Rechtsstaat haben, sei auch mal dahingestellt. Aber trösten Sie sich, Herr Schäuble: Das Leben macht aus, dass Unfähige auch mal wegsterben.
Datenschutz? Wir doch nicht!
Von e7 am 01.09.2008, 12:41 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags datenleck panne csv google überwachung datenschutz. Kompletten Eintrag zeigen
Nachdem ich über einen äußerst interessanten Blog-Eintrag gestoßen bin, in dem über öffentlich zugängliche Listen von Beate Uhse-Besuchern berichtet wird (mittels Google Cache und ein bisschen Nachdenken findet man noch eine Liste), hab ich mich mal selbst auf die Suche nach weiteren Quellen gemacht.
Eine simple Suche nach CSV-Dateien (filetype:csv) und zwei Mail-Providern (ich habe „@gmx.de“ und „@web.de“ mal reingeklopft) führt zu interessanten Ergebnissen: Ergebnisse 1 — 38 von 38 für … — kurz gesagt: Erschütternd (auch wenn sich darunter teilweise Beispiel-CSV-Dateien befinden). In manchen Dateien stehen Passwörter im Klartext (fast durchweg Passwörter, die entweder mit dem Geburtsdatum in der Spalte direkt danach übereinstimmen oder eine große Ähnlichkeit zum Benutzernamen aufweisen), in anderen Dateien Anfragen von potentiellen Kunden:
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau und ich möchten unsere Winterurlaub von -peep- bis -peep- beim -peep- verbringen. Ich habe Ihren Gasthof an der Internet gefunden , und nach den Bildern halte ich den sehr freundlich. Bitte teilen Sie mit, ob Sie in dem obigen Zeitraum freie Zimmer haben und wenn -ja, wasfür Kosten soll ich mit Halbpension rechnen und wie kann ich das Zimmer reservieren. Ich Warte Ihre baldige Antwort.
Mit freundlichen grüssen
-peep-
Immerhin beruhigend zu sehen, dass auch deren Formulare nicht von der Spam-Flut verschont bleiben.
Weitere Listen findet man übrigens wenn man mehr Provider angibt und die Beschränkung auf CSV aufhebt — aber diese sind scheinbar absichtlich im Netz gelandet.
Wie auch immer, erfreulich ist das jedenfalls nicht, auch wenn ich mich jetzt nicht auf eine dieser Listen wiedergefunden habe. Vielleicht sollte ich ja doch in den Datenhandel einsteigen — ein paar Euro wären sicherlich drin. Gepaart mit den Mails, die hier immer einschlagen und ganze Städte im An-Feld stehen haben…
Trotz Wahlcomputer Wahl gültig
Von e7 am 25.08.2008, 12:27 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags schäuble wahlcomputer hessen wahl deutschland verschlüsselung datenschutz überwachung. Kompletten Eintrag zeigen
Wie Heise berichtet, ist die hessische Landtagswahl trotz dem Einsatz von Wahlcomputern gültig:
Sämtliche Einsprüche hat das hessische Wahlprüfungsgericht – das, anders als der Name suggeriert, kein Gericht ist, sondern das parlamentarische Wahlprüfungsorgan des Landtags in Wiesbaden – jetzt ohne mündliche Verhandlung als „offensichtlich unbegründet“ zurückgewiesen.
Nun ja, „parlamentarische Wahlprüfungsorgan des Landtags“ klingt nicht gerade unabhängig — sowohl CDU als auch SPD dürften kein Interesse daran haben, dass Wahlcomputer an sich als nicht zulässig eingestuft werden, schließlich sind die ja dafür verantwortlich, dass diese überall angeschafft werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Meldung von Gulli über Wahlmaschinen von Premier Election Solutions (früher Diebold):
Die elektronische Übertragung der lokal berechneten Wahlergebnisse an eine zentrale Datenbank führte in einigen Fällen zum Verlust von Stimmen.
Immerhin soll der Fehler schon zehn Jahre in der Software stecken, und selbst im Jahre dauernden Zertifizierungsprozess von staatlicher Seite nicht aufgefallen sein. Mal schauen, ob die Wahlcomputer hier auch noch auftauchen, bevor das Misstrauen in der Bevölkerung zu groß ist — nachzählen ist da nicht mehr drin. Zum Glück haben wir ja hier noch keine amerikanischen Verhältnisse (da wird einfach so oft gezählt, bis doch der andere Kandidat gewonnen hat, ohne dass die Bevölkerung mitzählen/beobachten kann), allerdings wäre Wahlbetrug mittels Wahlmaschinen bei uns genauso denkbar. In Amerika soll es schon vorgekommen sein.
Mal schauen, vielleicht bietet sich ja dadurch irgendwann die Möglichkeit, sich die Software anzusehen? Allerdings dürfte das gepaart sein mit einer Aufnahme in Schäuble's Terror-Liste. Der erste wäre ich nicht: #1, #2.
Wenn man im Internet so surft, stellt man auch eine gewisse Unfähigkeit fest, mit der gewisse deutsche Behörden ans Werk gehen. Im Annalist-Blog liest man zumindest folgendes direkt aus einem Schreiben des BKA:
Um den Inhalt des USB-Sticks auf Verfahrensrelevanz prüfen zu können, muss dieser zunächst entschlüsselt werden. Ein Image des USB-Sticks wurde bereits erstellt. Zur Entschlüsselung wird jedoch auch die Hardware, also der USB-Stick selbst, benötigt. Aufgrund der vorhandenen Verschlüsselung ist derzeit nicht abzusehen, wann die Auswertung des Datenträgers abgeschlossen ist.
Auch dort im Blog wird schon kommentiert, was sich jeder* hier an dem Absatz schon in farbenfrohen Farben ausmalen kann: Zum Entschlüsseln brauchen die die Hardware auch noch, obwohl ein Image vorliegt, und sie wissen nicht, wann sie die Entschlüsselung überhaupt knacken können. Eigentlich wissen sie ja nicht mal, ob überhaupt was verwertbares auf dem Stick ist. Falls mal irgendeinem Wahlcomputer Wahlbetrug unterstellt wird — ich seh schwarz für (eventuelle) Ermittlungen.
* „jeder“ bedeutet in diesem Zusammenhang: jeder, der nicht der Meinung ist, die Polizei könne alles entschlüsseln… da gibt es ja auch Leute — vorwiegend mathematisch unbegabt — die das glauben.
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