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Politik machen, weil man Politiker ist...
Von e7 am 26.03.2009, 17:03 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags abgeordnetenwatch zensur kipo csu politik symbolpolitik uhl. Kompletten Eintrag zeigen
Heute mal wieder ein Beispiel, bei dem Politiker Politik machen, weil gerade Wahlkampf ist, weil man Politiker ist und irgendwas tun soll, und weil es immer gut ist, wenn man sich der Parteispitze anschließt… Konkret geht es um eine Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl auf abgeordnetenwatch.de. Hier mal ein kurzes Zitat aus der Antwort auf die Frage, ob es ihm bekannt sei, dass Zensur von KiPo kontraproduktiv ist:
Ich halte die Argumentation von solchen Experten wie bei ´Carechild´ schlicht für obszön. Durchsage an alle: Leute, die für die Vernebelung des Verbrechens Kinderpornographie argumentieren und Gegenmaßnahmen diffamieren, brauchen mir gar nicht zu schreiben. Ich werde darauf nicht eingehen, weil dies für mich einfach das Allerletzte ist. Pfui Teufel!
"Die Argumentation“ könnte das hier sein.
Dass Experten davon abraten (und jeder mit ein bisschen Ahnung vom Internet oder von Jura kommt da auch selbst drauf), ist natürlich irrelevant. Es muss halt nur einer von der Parteispitze (oder jemand mit nem großen Koffer — siehe Urheberrecht etc.) kommen, und schon geben Politiker ihren gesamten Verstand am Eingang zum Bundestag ab.
Gerade auch unser Herr Uhl fällt ja nicht das erste mal negativ auf:
Spätestens seit den Olympischen Spielen in Peking wisse man, was möglich sei: „Was die Chinesen können, sollten wir auch können. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich.“
Halt wieder das Stichwort „CSU“ (aufgrund gleicher Einstellung zum Grundgesetz und ähnlicher Schnappsideen leicht zu verwechseln mit „CDU“) und das beunruhigende Gefühl, dass es zur Wahl wieder genug Idioten gibt, die dieser Partei ihre Stimme in den Allerwertesten schieben.
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