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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Operation Payback

Aktivisten laden diese Tage zum fröhlichen DDoS-Angriff ein — die näheren Details und Links gibts bei Telepolis. Die Schweizer Bank Postfinance, die das Konto von Julian Assange/Wkileaks eingefroren hat und dazu zu Recht von den Schweizern kritisch beäugt wird (gerade Unternehmen in einem sich selbst an unabhängig sehendem Land sollten nicht jede Regung der Amerikaner mit Vergnügen aufnehmen), ist damit seit gestern Abend kaum noch für ihre Kunden zu erreichen. Sprich: Sie können keine Überweisungen tätigen und sonderlich beliebt gemacht hat sich die Bank dadurch auch nicht.

An sich sind ja solche Aktionen eher dämlich, aber eine gewisse Schadenfreude lässt sich bei mir nicht vermeiden. Ansonsten hoffe ich eher, dass die Schweizer aus der Aktion lernen: Passt auf, dass ihr eure Neutralität nicht verspielt — sonst habt ihr bald gar kein Geld mehr im Land (bzw. nur noch euer eigenes). Diejenigen, die heute „mit Wikileaks mitleiden“ sind die Steuersünder von morgen.

Schnüffelstaat und das Bankgeheimnis

An der Universität Kassel wird derzeit eine Umfrage zum Bankgeheimnis durchgeführt ((via)). Die Umfrage ist sehr informativ gehalten und enthält Informationen, wann der Staat in unseren Bankgeschäften herumschnüffelt.

Neben dem allgemeinen Hinweis auf die Umfrage möchte ich ein Zitat klauen. Es stammt aus „Arbeitsauftrag: Geldwäscheverhinderung“ vom Bank-Verlag Köln, dort auf Seite 78 zu finden und enthält Arbeitsanweisungen für Kundenberater:

Kommen der Bank Transaktionen (z.B. auffällige Bargeldeinzahlungen) auf einem Kundenkonto verdächtig vor, werden alle Transaktion (z.B. Überweisungen, Auszahlungen) auf diesem Konto bis zur Klärung des Sachverhalts durch den Geldwäschebeauftragen gestoppt. Die Verzögerung in der Ausführung der Transaktion soll gegenüber den Kunden mit „technischen Problemen“ und nicht mit dem Geldwäscheverdacht begründet werden.

"Technische Probleme“… Wenn eine Lastschrift von der Bank erst Wochen später ausgeführt wird, ist das theoretisch nicht mein Problem. Allerdings dürfte es schwierig werden, wenn man nicht mehr an Bargeld kommt… Abgesehen von der Hinterlistigkeit sieht man also immer wieder, wie wichtig es ist, Bargeld zu Hause zu bunkern und der Bank eben keine großen Vermögensvorräte anzuvertrauen. Und man sieht mal wieder, wie einfach alles ist, wenn man eh kein Geld hat, dann muss man sich nicht mal großartig entscheiden :)

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