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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Der IE7...

Ist zwar nicht mehr der aktuellste Browser, aber mit dem Internet Explorer 7 habe ich gerade spannende Erlebnisse… Folgende Situation: Ein bisschen HTML, unter anderem ein <select irgendwas> — was ja soweit auch ganz normal ist. Allerdings rätsel ich gerade, warum er — trotz deaktiviertem Popupblocker — mir beim Versuch, das Dropdownmenü zu öffnen, die Informationsleiste von wegen „Popup geblockt“ anzeigt und mich nicht das Menü aufmachen lässt.

Sieht sowieso fast so aus, als müssten wieder die IE-Nutzer auf ein paar nette Features verzichten, die Firefox und Opera problemlos hinkriegen. Beim IE hab ich das JavaScript schon mal zum Testen rausgenommen und wird mit nem kleinen if das wohl auch nie wieder zu Gesicht bekommen…

Wenn man das Ding nur verbieten könnte…

Zusammengefasst: Alles wie bisher.

Formularflut
Heute hat Johannes Kreidler seine Aktion mit den über 70.000 Formularen durchgeführt — unter anderem wird hier davon berichtet. Der Schlusssatz ist dabei der schönste:

Die GEMA findet das aktuelle Urheberrecht prima.

Klar. Und deshalb dürfen die nun auch über 70.000 Formulare bearbeiten.

Edit: Inzwischen gibt es bei Gulli eine tolle Zusammenfassung — lesenswert!

:not — und der IE
Ich bin über einen recht netten Blogeintrag zum :not-Selektor gestolpert. Fazit:

The :not() selector is only supported by modern browsers (Firefox, Safari and Opera), :not(IE).

Wenn wir gerade schon beim IE und CSS3 sind: Farben in CSS 3. Auch hier sieht man wieder eklatante Lücken beim IE.

Noch viel schlimmer ein ZDNet-Bericht:

Die mobile Version des Microsoft-Browsers soll die Rendering-Engine der Desktop-Version des Internet Explorer 6 erhalten. Damit können Windows-Mobile-Geräte zukünftig alle Websites darstellen, die sich auf einem PC mit dem IE6 anzeigen lassen.

Ich habe es inzwischen sowieso aufgegeben, für den IE irgendwelche Hacks einzubauen… Außerdem habe ich eine schöne Übersicht über CSS3 im IE8 gefunden.

User-Agents
Wer schon immer mal wissen wollte, wie die User-Agents zu Stande kamen, findet auch dazu einen interessanten Artikel. Beispiel:

Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US) AppleWebKit/525.13 (KHTML, like Gecko) Chrome/0.2.149.27 Safari/525.13

Dass Chrome kein OpenSource-Projekt ist, liest man übrigens auch hin und wieder. Die Innovationen sind übrigens auch schon existent.

Fazit
Fazit? Kurz gefasst: Alles bleibt wie bisher.

Zusammengefasst...

Schlechter Hoster
Nachdem wegen der Datenschutz-Panne bei Beate Uhse ziemlich viele Seiten (unter anderem Heise, Focus, Spiegel, gulli) auf die Seite von Daniel Grosse verlinkt hatten, hat HostEurope dessen Webspace einfach mal deaktiviert. Im Blogeintrag steht auch was zum inkompetenten Support und allgemein dem Krisenmanagement. Fazit: HostEurope als Negativ-Beispiel merken.

Gute Frage
Wer schon immer mal wissen wollte, was der Sinn des Lebens einer Giraffe ist, findet in einer Frage bei Yahoo Clever die Antwort — oder auch nicht. Läuft noch drei Tage, mal schauen, was sich so noch ansammelt.

Neuer Browser
Google hat einen neuen Browser. Basierend auf KTHML/Webkit soll er angeblich ziemlich sicher sein, jedes Tab in einen eigenen Prozess auslagern usw. Immerhin überzeugt er im Vergleich zu anderen Browsern, insbesondere dem IE. Ein Test bei Gulli offenbart.

Schwer auf Ajax und JavaScript beruhende Webseiten wie Google Mail oder diverse webbasierte Feedreader fühlen sich „direkter“ an und laden merklich schneller. […] Chrome brauchte mit 1461 Millisekunden nur die Hälfte der Zeit des zweitplatzierten Firefox 3.0.1 mit 2945 ms für die aufwendigen Berechnungen. Danach folgten Safari 3.1.2 mit 3339 ms vor Opera 9.52 (3715 ms) und dem einsam abgeschlagenen IE7 mit 27707 ms.

Wenn man jetzt noch die Zahl der Threads anguggt:

Eine weitere Achillesferse vom Internet Explorer 8 ist die hohe Zahl an parallelen CPU-Threads, in der Testumgebung bis zu 171, im Vergleich zu maximal 29 im Firefox 3.0.1 und in der Spitze 65 beim IE7.

Nun, mit SeaMonkey dürfte ich da dann gar nicht mal so schlecht liegen :)

Eine genaue Analyse von Chrome findet man in einem auch von Gulli verlinkten Blogeintrag von Matt Cutts. Es werden keine persönlichen Daten übertragen, wenn man mal von Eingaben in die Adresszeile (für die Suche) absieht. Wer keine personalisierten Dienste von Google wie Mail oder Docs verwendet, dürfte damit ganz gut auskommen, wenn er denn die entsprechenden Funktionen verwenden muss/möchte/will. Alle anderen sollten natürlich darauf verzichten oder den Code modifizieren. Das kann man auch in unabhängigen Quellen nachlesen, wie z. B. beim Datenschutzbeauftragten. Damit kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt:

Qualitativer Journalismus
In eben jenem Blogeintrag findet sich auch ein Zitat aus einem Spiegel-Artikel:

Geradezu verblüffend schnell läuft der Seitenaufbau; hier kommt tatsächlich kein Rivale mit.

Mein Browser zeigt Seiten — sofern es die Internetverbindung bzw. der Server auf der anderen Seite hergibt — ebenfalls verblüffend schnell an. Interessanter ist allerdings das hier:

YouTube fühlt sich mit Chrome an, als säße man vor einem Fernseher — es gibt kaum noch eine Wartezeit nach dem Klick auf ein Video.

Dafür gibt es nur zwei Erklärungsmöglichkeiten: Entweder haben die beim Spiegel überhaupt keine Ahnung, oder YouTube liefert für den Chrome-Browser andere Serveradressen aus, die schneller Daten liefern. Werd ich wohl ausprobieren müssen…

Merkwürdige Werbekampagne
Wenn wir grad schon bei Google waren, kommen wir zum Gegenteil: datenschutz-ist-buergerrecht.de. Dort wird man begrüßt mit interessanten Informationen:

Schön, dass mal wieder jemand aus Selbitz vorbeischaut. … Interessant: Du benutzt … Mozilla 1 als Browser. … AS3320 Deutsche Telekom AG-Netz kann problemlos Deine Identität ermittelt werden.

Huch? AS3320? Nie gehört. Selbitz? Nun ja, mit viel gutem Willen kann man das unter „er hat sich bemüht“ einordnen. Interessanter ist die Behauptung, ich würde Mozilla 1 verwenden — SeaMonkey 2 Alpha träfe es besser (ich wollte doch sowieso mal wieder einen kreativen User-Agent einstellen). Auch wenn mir der technische Hintergrund klar ist, fehlgeschlagen ist die Werbeaktion dennoch.

Interessant ist dann allerdings noch, dass man den dort angebotenen Datenschutztest scheinbar nicht machen kann. Zumindest nicht, wenn Cookies nicht aktiviert sind, was erstens nicht erwähnt wird und zweitens bei einer Datenschutz-Seite auch nicht gerade gut kommt :)

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