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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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Propagandafernsehen
Von e7 am 06.07.2009, 21:20 in der Kategorie Gut zu wissen... mit den Tags öffentlichrechtlich gez kritisch propaganda zensur zdf. Kompletten Eintrag zeigen
Mal wieder ist unser staatliches Propagandafernsehen aufgefallen: Nachdem vor einiger Zeit bspw. eine Umfrage zum Thema „Türkei in die EU“ und 93 % dagegen von der ZDF-Website verschwunden ist, hat es diesmal eine Umfrage zum Thema Internetzensur erwischt. 97 % dagegen.
Mal ganz abgesehen davon, dass die Begründung dafür wieder die gleiche war:
wir haben die Umfrage von der Homepage genommen, da wir in der Tat den Verdacht haben mussten, dass das Ergebnis manipuliert gewesen war.
Ergebnisse, die der Regierung nicht gefallen, werden einfach gekillt. Themen, die der Regierung nicht gefallen, werden nicht im Programm ausgestrahlt. Und dann wundern die sich, wenn sie nur noch von CSU/CDU/SPD-Wählern gesehen werden (vorzugsweise 60+) und keiner mehr die Gebühren zahlen will und man deshalb zwanghaft auf Computer Abgaben will.
Immerhin ist ja Staatspropaganda überlebensnotwendige Grundversorgung, und dass „Deutschland von China lernen sollte", finden viele Politiker aus unserer Regierung ja sowieso. Allerdings fällt mir jetzt gerade kein doofer Satz ein, um den Iran hier noch in den Text einzubauen.
Es wird Zeit, dass das System der Öffentlich-Rechtlichen Sender in die Tonne gekloppt wird. Einstampfen.
Unzulässige Besitzabgabe für internetfähige PCs
Von e7 am 06.10.2008, 17:25 in der Kategorie Intelligente Entscheidungen mit den Tags nrw münster gericht abgabe pc gez. Kompletten Eintrag zeigen
Mal wieder eines der sinnvolleren Urteile: Das Verwaltungsgericht Münster hat am 26. September 2008 entschieden (Aktenzeichen 7 K 1473/07), dass internetfähige PCs (also alles, was auch nur nach Computer aussieht) nicht zu einer Pflicht zur Zahlung der knapp 6 € Gebühren führt.
Inzwischen könne neben internetfähigen PCs auch mit Notebooks, UMTS-Handys oder sogar mit internetfähigen Kühlschränken Rundfunk empfangen werden. Da aber bei derartigen Geräten ein Bereithalten zu vielen anderen Zwecken möglich sei, könne aus dem bloßen Besitz nicht automatisch auf ein Bereithalten zum Rundfunkempfang geschlossen werden.
Leider ist das erst mal nur ein Urteil in Münster und widerspricht anderen Gerichten, allerdings ist der gesunde Menschenverstand der entscheidenden Richter durchaus lobenswert.
Schon wieder Öffentlich-Rechtliche...
Von e7 am 26.09.2008, 18:47 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags blogs swr gez. Kompletten Eintrag zeigen
Mal wieder die Öffentlich-Rechtlichen, hier ein paar Zitate aus einem Heise-Bericht:
TV und Hörfunk seien womöglich schon bald nicht mehr das geeignete Medium um die „junge Generation“ zu erreichen, betonte Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunk (SWR), heute vor dem Rundfunkrat in Baden-Baden.
Dass TV und Hörfunk nicht sonderlich gut ankommen, wissen wir seit vielen Studien über den Bedeutungszuwachs des Internets, ein „womöglich schon bald“ ist da eigentlich fehl am Platze. Deswegen will der SWR da auch hin — wir kennen das ja alle. Abgaben auf PCs, nur weil den Öffentlich-Rechtlichen mangels sinnvollem Programm die Zuschauer wegsterben. Wer die beliebten Spiele (GTA bspw.) nimmt, ein paar Motifikationen vornimmt (HotCoffee) und damit der Bevölkerung erzählt, Jugendliche hätten nur noch Vergewaltigungen im Kopf, ist selbst schuld. Wer pro Vorratsdatenspeicherung berichtet — ein Thema, für das sich ältere Herrschaften mangels Internetanschluss eher seltener interessieren (für Telefongespräche werden die Daten ja sowieso im Einzelverbindungsnachweis aufgelistet) — braucht sich nicht wundern. Wer den Nachwuchs — sobald nur irgendwie möglich — mit der gewissen Zwangsbesteuerung (ja, Gebühren, ich weiß) bedenkt und Informationsbriefe noch und nöcher verschickt, macht sich auch nicht gerade beliebt. Aber das habe ich ja alles schon mal geschrieben. Nun kommt allerdings der Retter der Öffentlich-Rechtlichen, Peter Boudgoust:
Der SWR will jedoch aktiv dem „schwindenden Informationsbedürfnis“ von Kindern und Jugendlichen entgegentreten und vertraut auf seine Kernkompetenzen Information, Wissen, Service und Unterhaltung.
Super. Einfach mal alles, was einem einfällt, in die Liste der Kernkompetenzen schreiben. Ich bin ja schon froh, dass sie nicht „Finanzierung“ geschrieben haben, und „Lobby-Arbeit“ sowie „Politische Meinungsbildung“ haben sie auch vergessen. Der Kern der Aussage (zwischen den Zeilen) dient wohl der Rechtfertigung, die Gebühren auch für Computer auf den TV-Stand zu bringen und deutet wohl auch darauf hin, dass er am liebsten noch mal 2 € auf die Gebühren draufschlagen würde, um eine lustige Internetseite zu basteln.
Für Boudgoust kommt es immer mehr darauf an, die junge Generation an das Wissen der Welt heranzuführen.
Das Wissen der Welt besteht nun mal nicht aus „Der Bundestag hat heute wieder ein tolles Gesetz erlassen“ und Microsoft-Logos und auch teure Plakatwerbung ist nicht gerade das, wofür man gerne seine Gebühren zahlt. Im Gegenteil — im Internet finden sich beispielsweise Blogs in Massen, die einem sogar die Möglichkeit bieten, die News lokal zu lesen — nein, die Headline-Only-Feeds der Tagesschau sind nicht das, was einem vom Hocker reist. Im Netz wird man übrigens auch über die Geschäftsgebahren der GEZ. Oder man guggt einfach die Sendungen der privaten Sender — zwar auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber immerhin.
Überwachung und die ÖR-Meinung dazu
Von e7 am 26.08.2008, 17:07 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags stimmungsmache meinungsbildung journalismus terrorismus gez öffentlich-rechtliche ard wahlkampf vds. Kompletten Eintrag zeigen
Das Netz ist schnell, und das Netz ist unabhängig. Ganz im Gegensatz zu verschiedenen Organisationen, von denen die schlimmsten sich unter dem Deckmantel „GEZ“ versammelt haben. Hin und wieder auch durch völlig misslungene Werbekampagnen aufgefallen (bestes Beispiel: ein Werbespot (unteres Video) der Kampagne Natürlich zahl ich, die nicht mal den Unterschied zwischen Bäcker und Fernsehen mitbekommen haben), befinden sich diese auch — oder gerade weil sie eigentlich unabhängig sein sollten — immer wieder wegen verschiedener, unseriöser Berichte im Kreuzfeuer.
Gestern gesendet, und heute schon zum Beispiel in einem Beitrag bei Netzpolitik nachzulesen. report München, ein Magazin der Öffentlich-Rechtlichen, sendet einen Beitrag mit dem Titel „Datenschutz contra Opferschutz — Gesperrte Handydaten, hilflose Ermittler“. Schon alleine der Titel hat diesen Klang von Politikern (allen voran ein gewisser W. Schäuble), die jegliche Überwachungsmaßnahme entweder mit „Kampf gegen Kinderpornografie“ oder seit 2001 mit „dem Kampf gegen den Terrorismus“ begründen.
Laut Netzpolitik soll sich report München ja gar nicht mal so schlecht verhalten haben:
Genau die selbe Redaktion hatte vor ein paar Monaten übrigens die Datenlecks bei den Meldebehörden aufgedeckt. Die können und wissen das also eigentlich besser, was darauf hindeutet, dass dieser Beitrag eine politisch-strategische Entscheidung war.
Und jetzt der Beitrag… Solche Dinge passieren komischerweise des öfteren bei den Öffentlich-Rechtlichen (gut, dass ich mir so was nicht ansehe), und jedes mal wird man im Netz darauf aufmerksam gemacht. Bei manchen Beiträge fragt man sich, warum die noch nicht auf die Idee gekommen sind, Browser zu verbieten — damit kommt man schließlich noch leichter an Nazi-Symbole und muss diese nicht erst in ein Spiel importieren. Oder man fragt sich, ob die Reporter dort überhaupt eine journalistische Ahnung haben (da wir schnell mal ein Spiel, das mit der Hot-Coffee-Erweiterung ein paar tiefergehende Dates erlaubt, gleich zum „wer möglichst viele Frauen vergewaltigt, gewinnt“). Bei manchen Beiträgen wird zwischen harmlosen christlichen Events und scheinbar gezielt herausgesuchtem Archivmaterial bunt gemischt (ein Event in Berlin mit einem Workshop in Karlsruhe…) Mit ein bisschen Recherche würde man sicherlich noch weitere Stilblüten öffentlich-rechtlicher Sendekunst finden. Treffender hätte man auch bei Netzpolitik nicht schreiben können:
Fazit: Schlecht recherchierte, plumpe Meinungsmache. Schade.
Immerhin scheint sich die CSU auch blamieren zu wollen (btw, Beckstein gibt heute bei uns in der Stadt ein Stell-dich-ein). Ebenfalls bei Netzpolitik gefunden:
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