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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

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Wertekonsens der Gesellschaft...

Hin und wieder kommt es vor, dass sich Politiker zu weit aus dem Fenster legen. Immer dann, wenn sie von Themen sprechen, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben, oder wenn sie bewusst lügen, um Wahlkampf zu betreiben oder den Polizeistaat weiter auszubauen (Stasi 2.0 lässt grüßen).

Kandidat heute: Der bayerische Innenminister Joachim Hermann, Mitglied bei der für geniale Ideen bekannten CSU. Wie in einer Pressemitteilung zu lesen ist, scheint er die Wahlschlappe 2008 wohl vergessen zu haben und träumt noch immer von unzähligen Anhängern, die jedes Wort gierig aufschnappen, um es nachzuplappern:

Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet.

Abgesehen davon, dass in der Pressemitteilung was von „Hauptumsatz der Branche“ steht und man deshalb davon ausgehen kann, dass wohl doch ein großer Teil der Gesellschaft nix mit dem besagten Wertekonsens am Hut hat (zumindest nicht in dieser Richtung), dürften mindestens genauso viele Leute gegen staatliche Überwachung, Hausdurchsuchungen wegen einer MP3 oder einem Link auf einen Link auf einen Link einer staatlichen Zensurliste (Deckmantel „KiPo“), Diätenerhöhungen oder Finanzspritzen für Pleitegeier sein.

Da Ego-Shooter von entsprechenden Interessensgruppen gerne „Killerspiele“ genannt werden, gleich die Überleitung zum „Killer-Rentner“. Der gute Mann ist 66 Jahre alt und dürfte wohl kaum Counterstrike und ähnliches gezockt haben. Hier war der Auslöser ein Streit um Gartenabfälle und deren Entsorgung. Vielleicht sollte man einfach Gärten verbieten. Das würde auch unsere Justiz entlasten — keine überwachsenden Bäume und Sträucher mehr…

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