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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
Momentaner Fokus: Android/Java, CalDAV, Windows 7 benutzbar machen
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Raubkopierer leben besser...
Von e7 am 11.01.2011, 16:57 in der Kategorie Kopfschüttelnd... mit den Tags schnüffelei urheberrecht raubkopie microsoft drm windows. Kompletten Eintrag zeigen
Ich verwende jetzt erst wenige Wochen Windows 7, und trotz legaler Installation kommt schon das da:
Angeblich kein Original; nach dem Klick auf „Jetzt Originalsoftware verwenden“ hat er allerdings wohl eine Aktivierung durchgeführt. Das geht ja schon mal gut los — hoffen wir mal, dass dieser Mist nicht öfter auftaucht. Das waren noch Zeiten, als man Windows nicht aktivieren musste (ich sags doch immer: Windows XP war die letzte brauchbare Version, da gings noch über Corporate Keys — ok, jetzt gehts über Bios-Emulation, aber dafür muss man kurz basteln).
Win7: Lohnt sich - oder eher nicht?
Von e7 am 01.12.2010, 16:42 in der Kategorie Die alten Zeiten... mit den Tags schlecht gui apple microsoft windows. Kompletten Eintrag zeigen
Aus gegebenem Anlass: Was hat sich Microsoft eigentlich schon wieder bei Windows 7 gedacht? Der größte Hit ist nach wie vor die dämliche Aktivierung, die bisher niemanden groß gestört hat, der das Ding illegal installieren will. Ich, dumm wie ich bin, verwende natürlich einen legal erworbenen Schlüssel zur Installation. Der Dank: beim Aktivieren übers Telefon darf man sich erst mal den Hinweis anhören, dass man doch als Handy-Nutzer gefälligst aufs relativ teure Festnetz anrufen soll und die 0800-Nummer wohl für Raubkopiererdiese Nutzer gesperrt sei (Tipp am Rande: 00800 22848283 geht). Und die Serials werden auch immer länger…
Nun sitz ich hier und versuch die vermurkste GUI wieder zurechtzubiegen. Ein Startmenü, das nur noch einen kleinen Teil des Bildschirms ausmacht und bei vielen Programmen eine dämliche Scrollerei bereitet und nicht gerade übersichtlich ist, ist da nur der Anfang. Im Explorer gibts keine Menüleiste mehr, diese merkwürdige Aufgabenleiste lässt sich nicht ausblenden*, so was wie „ein Ordner höher“ gibts auch nicht mehr und links im Baum ist die Hälfte des Platzes schon mit irgendwelchen überflüssigen Symbolen wie Favoriten und Bibliotheken aufgefüllt (Registry-Frickeleien bis zum Abwinken). Die Ordner-Icons werden nur stark verzögert angezeigt, weil das System meint, in jeden einzelnen vorher reinschauen zu müssen, um mir ein passendes Symbol geben zu können — auch das ist nicht wirklich deaktivierbar, die Einstellung mit dem „keine Thumbnails anzeigen“ bezieht sich nämlich auf alles, nur nicht auf das.
* Diese Leiste ist unverschämterweise — im Gegensatz zu Statusleiste, Adressleiste, Baum und Dateiliste — nicht mal ein eigenes Control/Window, sondern der Container für Baum und Dateiliste, so dass man das nicht mal eben per Programmcode ausblenden könnte; d. h. vermutlich auch, dass man möglicherweise auch nach Registry-Hacks lange suchen kann.
Ich bin wirklich am überlegen, ob ich nicht doch wieder Windows XP installier. Da hatte man bei Microsoft noch nicht den Drang, irgendwelche Usability-Katastrophen vom Mac zu kopieren…
[Update] Bluescreen hab ich auch schon bekommen — ich wundere mich, warum die Bildschirmhelligkeit zunimmt, und bemerke eine WinSAT.exe, die sich die CPU-Zeit krallt. (konfiguriert mit „Wöchentlich um 01:00 Uhr jeden Sonntag, beginnend mit dem 01.01.2008“) Warum um alles in der Welt muss man den Windows-Leistungsindex jede Woche aktualisieren und dann auch noch, wenn die Grafikkarte grade anderweitig beschäftigt ist? Ich bin gespannt, was Windows 7 noch für Fallstricke und Sinnlosigkeiten eingebaut hat.
Kriegt man eigentlich die bescheuerte Meldung „Die Suche ist eventuell langsam, da der Index nicht ausgeführt wird.“ irgendwie weg? Oder meint Microsoft, mir auch das vorschreiben zu müssen und nicht auf eine dämliche Warnung bei _jeder_ Suche verzichten zu können?
Auch ein Problem ist, dass Windows manchmal meint, alle Fenster minimieren zu müssen. Möglicherweise ist dies dieses „Aero-Shake", das trotz deaktiviertem Aero und keinem Finger an Maus/Touchpad zuschlägt. Auch nervig.
Der IE7...
Von e7 am 25.05.2009, 23:05 in der Kategorie Niederschmetternde Erkenntnisse mit den Tags microsoft standard browser ie7. Kompletten Eintrag zeigen
Ist zwar nicht mehr der aktuellste Browser, aber mit dem Internet Explorer 7 habe ich gerade spannende Erlebnisse… Folgende Situation: Ein bisschen HTML, unter anderem ein <select irgendwas> — was ja soweit auch ganz normal ist. Allerdings rätsel ich gerade, warum er — trotz deaktiviertem Popupblocker — mir beim Versuch, das Dropdownmenü zu öffnen, die Informationsleiste von wegen „Popup geblockt“ anzeigt und mich nicht das Menü aufmachen lässt.
Sieht sowieso fast so aus, als müssten wieder die IE-Nutzer auf ein paar nette Features verzichten, die Firefox und Opera problemlos hinkriegen. Beim IE hab ich das JavaScript schon mal zum Testen rausgenommen und wird mit nem kleinen if das wohl auch nie wieder zu Gesicht bekommen…
Wenn man das Ding nur verbieten könnte…
Weiterer Protest gegen OOXML und der ISO
Von e7 am 02.09.2008, 15:19 in der Kategorie Intelligente Entscheidungen mit den Tags geldkoffer politik deutschland korruption bestechung microsoft iso standard ooxml. Kompletten Eintrag zeigen
Kurz gesagt: „Geht doch“.
Lang geschrieben: Heise berichtet von neuem Protest gegen OOXML und dessen Zertifizierung. Brasilien, Ecuador, Kuba, Südafrika und Venezuela — das sind die fünf Länder, die gegenüber der ISO zum zweiten Mal den korrekten Ablauf der Zertifizierung in Frage stellen. Und diesmal noch eine Stufe härter, Heise schreibt:
Die empörten Schwellenländer gehen so weit, dass sie den künftigen Einsatz von ISO-Normen in ihren Verwaltungen in Frage stellen.
Beim ersten Einspruch war's ja noch harmlos: Offiziell Einspruch erhoben, logischerweise von der ISO abgewiesen (wer schon vorher nicht korrekt arbeitet, gesteht die Fehler natürlich nicht ein, vor allem nicht, wenn er dank schwarzer Koffer zum Schweigen gebracht wurde). Wer mehr über neue, nur einmal zur Abstimmung anwesende Mitglieder erfahren will und ähnliche Dinge, liest sich beispielsweise das hier, das hier oder das hier durch. Oder überlegt, warum denn der Umweg (die Abkürzung) über das „Fast Track"-Verfahren gewählt wurde. Oder überlegt, warum denn plötzlich keine funktionierende Implementation eines Standards vorliegen muss. Oder überlegt, warum plötzlich ein zweites Format standardisiert wird, obwohl eigentlich eines pro Zweck reicht — bisher war das auch bei der ISO üblich (übrigens auch ein Kritikpunkt, der im Heise-Artikel nachzulesen ist: die Länder haben alle bereits in OpenDocument Zeit, Geld und Arbeit investiert). Oder überlegt, was für ein Müll in der Spezifikation eigentlich steht:
2.15.3.6 autoSpaceLikeWord95 (Emulate Word 95 Full-Width Character
Spacing)This element specifies that applications shall emulate the behavior
of a previously existing word processing application (Microsoft Word
95) when determining the spacing between full-width East Asian
characters in a document's content.
Oder liest die Zusammenfassung eines Posters im Heise-Forum.
Nun der zweite Einspruch wird zwar nicht mehr offiziell von der ISO in irgendeinem definierten Verfahren behandelt, allerdings
habe man starke Zweifel daran, ob die ISO den Ansprüchen an eine Normierungsorganisation für „offene und herstellerunabhängige Standards“ gerecht werden könne.
Das ist zumindest die Heise-Übersetzung aus dem Protestschreiben. Wer es nachlesen will: entweder hier, oder einmal bei Convergenciadigital.com (der offizielle Text steht in Englisch weiter unten, also ruhig das spanische ignorieren) oder hier mit Bild.
CONSEGI 2008 DECLARATIONWe, the undersigned representatives of state IT organisations from Brazil, South Africa, Venezuela, Ecuador, Cuba and Paraguay, note with disappointment the press release from ISO/IEC/JTC-1 of 20 August regarding the appeals registered by the national bodies of Brazil, South Africa, India and Venezuela. Our national bodies, together with India, had independently raised a number of serious concerns about the process surrounding the fast track approval of DIS29500. That those concerns were not properly addressed in the form of a conciliation panel reflects poorly on the integrity of these international standards development institutions.
Whereas we do not intend to waste any more resources on lobbying our national bodies to pursue the appeals further, we feel it is important to make the following points clear:
1.The bending of the rules to facilitate the fast track processing of DIS29500 remains a significant concern to us. That the ISO TMB did not deem it necessary to properly explore the substance of the appeals must, of necessity, put confidence in those institutions ability to meet our national requirements into question.
2.The overlap of subject matter with the existing ISO/IEC26300 (Open Document Format) standard remains an area of concern. Many of our countries have made substantial commitments to the use of ISO/IEC26300, not least because it was published as an ISO standard in 2006.
3.The large scale adoption of a standard for office document formats is a long and expensive exercise, with multi-year projects being undertaken in each of our countries. Many of us have dedicated significant time and resources to this effort. For example, in Brazil, the process of translation of ISO/IEC26300 into Portuguese has taken over a year.The issues which emerged over the past year have placed all of us at a difficult crossroads. Given the organisation's inability to follow its own rules we are no longer confident that ISO/IEC will be capable of transforming itself into the open and vendor-neutral standards setting organisation which is such an urgent requirement. What is now clear is that we will have to, albeit reluctantly, re-evaluate our assessment of ISO/IEC, particularly in its relevance to our various national government interoperability frameworks. Whereas in the past it has been assumed that an ISO/IEC standard should automatically be considered for use within government, clearly this position no longer stands.
-Aslam Raffee (South Africa)
Chairman, Government IT Officer's Council Working Group on Open Standards Open Source Software- Marcos Vinicius Ferreira Mazoni (Brazil)
Presidente, Servico Federal de Processamento de Dados- Carlos Eloy Figueira (Venezuela)
President, Centro Nacional de Tecnologías de Información- Eduardo Alvear Simba (Ecuador)
Director de Software Libre, Presidencia de la República- Tomas Ariel Duarte C. (Paraguay)
Director de Informática, Presidencia de la República- Miriam Valdés Abreu (Cuba)
Directora de Análisis, Oficina para la Informatización.
Kurzes Fazit: Im Gegensatz zu manch anderen Bananenrepubliken Ländern wie Deutschland, Norwegen und wie sie alle heißen, scheint dort noch ordentliche Politik gemacht zu werden, dort scheint noch nachgedacht zu werden, ohne alles nachzuplappern, was geldgierige große Unternehmen eintrichtern, und von „Ich will aber Landesvater bleiben"-Wahlkampf wie Beckstein wird man dort vermutlich auch verschont bleiben.
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