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Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.
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Berliner Manifest - einer Meinung mit ver.di
Von e7 am 05.09.2008, 15:42 in der Kategorie Intelligente Entscheidungen mit den Tags ver.di offene standards demokratie infrastruktur privatisierung informationsgesellschaft moderne welt berliner manifest. Kompletten Eintrag zeigen
Bei Netzpolitik bin ich eben auf einen Blogeintrag über die ver.di-Konferenz „Öffentliche Dienste 2.0“ gestolpert. Auf der Konferenz wurde ein Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0 — Die Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft stärken! beschlossen, das bereits von ersten Unterzeichnern ähh.. unterzeichnet wurde. Aus dem kompletten Manifest hier die 10 Punkte:
1. Grundversorgung und offener Zugang!
2. Wissen teilen, Wissen mehren!
3. Keine Privatisierung öffentlicher Güter im virtuellen Raum!
4. Selbstverwaltung und öffentliche Steuerungsfähigkeit stärken!
5. Verlässliche demokratische Verfahren und Standards!
6. eGovernment mit offenen Standards!
7. Kritische Infrastrukturen sichern!
8. Daten- und Persönlichkeitsschutz verwirklichen!
9. eDemokratie für ArbeitnehmerInnen, Mitbestimmung stärken!
10. Öffentliche Daseinsvorsorge nicht IT-Lobbyisten überlassen!
Unter den Erstunterzeichnen befinden sich unter anderem auch Professoren, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Beamte („Gesamtpersonalrat“ ist doch ein toller Titel…) — und natürlich viele Leute von ver.di.
Das Manifest ist neben den Unterzeichnern insofern interessant, als dass es keinerlei Punkte enthält, die man kritisieren könnte. Vor allem das Thema Privatisierung kritischer Bereiche/Infrastruktur, das ja in den letzten Jahren eher als üblich hingenommen wird, findet auf der Liste Erwähnung; eGovernment mit offenen Standards ist wohl ein Seitenhieb auf OOXML. Auch das Thema Wahlcomputer findet Platz.
Mal schauen, wie es mit dem Teil in den nächsten Wochen aussieht — ich befürchte fast, dass das Thema wieder sowohl von den ÖR als auch der Bild-Zeitung totgeschwiegen wird. Ist nämlich viel zu sinnvoll und zu gut gelungen.
Prepaid-Tarife
Von e7 am 21.08.2008, 14:17 in der Kategorie Gut zu wissen... mit den Tags informationsverlust moderne welt sparen geld tarife t-mobile kommunikation. Kompletten Eintrag zeigen
Zwei Stichworte: Xtra Plus Pac und XtraOne Pac Alt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass — sobald Google mal wieder hier vorbei gesehen hat — die Zugriffe auf meine Seite ansteigen dürften. Vermutlich noch tausendfach deutschlandweit in Verwendung, findet sich in Google zu ersteren überhaupt kein Treffer, und zu zweiteren ein Treffer — ein verwahrloster Foreneintrag zu eben jenem Tarif, der keine Antwort bekam. Nach dem Wechsel des Tarifs für mein Handy wollte ich wissen, was ich so einspar — es muss auf jeden Fall ein bisschen was sein. 5 ct die Minute für Gespräche ins D1-Netz verglichen mit den vorher… 50 ct? 80 ct? Ich weiß es nicht, selbst die Telekom bietet keine Tarifinformationen mehr an. Nun kann ich mein Handy statt einmal im Jahr aufladen alle zwei Jahre aufladen oder so :) Handys werden im Zeitalter von ICQ und E-Mail sowieso überschätzt…
[Update 010908]
Laut handy-heute.de gelten für Xtra Plus folgende Preise: Taktung 60/1, T-Mobile 0,49 ct, Festnetz 0,49 ct, E-Plus 0,79/0,49/0,49 ct (Hauptzeit/Nebenzeit/Wochenende), O2 0,79/0,49/0,49 ct (H/N/W), Vodafone 0,79/0,49/0,49 ct (H/N/W), SMS 0,19 ct, MMS 0,39 ct. Angaben natürlich ohne Gewähr, und „Pac“ hat er auch nicht im Namen… also nur eine grobe Orientierung.
Laut T-Mobile-Support, der mir eine Liste nicht mehr buchbarer Tarife zukommen hat lassen, gelten folgende Preise (leider sind da merkwürdigerweise Striche in manchen Feldern wie Festnetz): T-Mobile weniger als 4 Minuten: 50 ct, zwischen 4 und 10 Minuten: 19 ct, mehr als 10 Minuten 9 ct. Vodafone: 81 ct (Sunshine, Mo-Fr 7-20) bzw. 40 ct (Moonshine), E-Plus: 81 ct (Sunshine), 50 ct (Moonshine). Taktung 60/1, SMS 19 ct, MMS 40 ct, seit 1. September 2006 nicht mehr buchbar.
70.200 Formulare, bitte.
Von e7 am 19.08.2008, 23:39 in der Kategorie Krasse Aktionen mit den Tags moderne welt behörde formulare aktion gema. Kompletten Eintrag zeigen
Eine ganz krasse Aktion: ein Musiker möchte der GEMA einen Lastwagen voll Formulare übergeben. Theoretisch müsste die GEMA diese auch noch abarbeiten — es ist ja ihre Aufgabe, die gemeldeten Samples (dafür sind deren Formulare gedacht, nur halt zu klein) zu verwalten und für Ausschüttungen zu sorgen.
Aus der Pressemeldung von Johannes Kreidler (auf seiner Website findet sich auch ein Video, und natürlich der Song zum Anhören):
product placements nennt der Komponist Neuer Musik Johannes Kreidler (28) die Kunstaktion, für die er ein 33 Sekunden langes elektronisches Musikstück mit 70200 Fremd-zitaten komponiert hat, um es ordnungsgemäß bei der GEMA anzumelden.
Soweit erst mal lobenswert. Im nächsten Absatz steckt allerdings eine Information, die wohl viele gar nicht so wissen dürften:
Mit der Aktion will der Künstler auf die Mängel des deutschen Urheberrechts aufmerksam machen. Entgegen der landläufigen Meinung, kurze Zitate seien frei verwendbar, muss tatsächlich auch der kleinste Fremdanteil am eigenen Werk bei der Verwertungsgesellschaft angegeben werden.
Vielerorts hört man immer noch die weit verbreitete Annahme, dass bis zu 30 Sekunden Lied anspielen frei wären — was hiermit mal wieder widerlegt wäre.
Immerhin gut, dass ich kein GEMA-Mitglied bin und auch keinerlei Werke dort anmelden muss — müsste ich das für die Blogeinträge tun, könnte ich dicht machen.
Wer bei der Übergabe dabei sein will: Freitag, 12. September 2008, 11.00 Uhr bei der GEMA-Generaldirektion Berlin, Bayreuther Straße 37 (Wittenbergplatz). Schade, dass das so weit weg ist :(
Nachtrag: Nach drei Tagen ist auch Heise drauf aufmerksam geworden :) Die werden auch immer langsamer. Wahrscheinlich wegen dem zahlreichen Beiträge sperren, dass sie seit der Layoutverschandelung betreiben.
Notebook-Klassen und Präsentationen
Von e7 am 19.08.2008, 18:33 in der Kategorie Intelligente Entscheidungen mit den Tags referat unfall design präsentation powerpoint moderne welt notebooks news. Kompletten Eintrag zeigen
Wie Heise berichtet, werden in Würselen (nie gehört) Notebook-Klassen eingerichtet.
Softwareseitig kommt Windows Vista, MS Office sowie das auf weiteren Microsoft-Produkten basierende Lernportal IQ:on Professional 2008 von Conciety zum Einsatz.
Vista? Richtig. Woher die Kompetenz kommt, kann man leicht nachvollziehen, es gibt ja netterweise eine Projekt-Homepage:
Die aktuelle Ausstattung des Notebooks sehen Sie in der 34. Kalenderwoche wie gewohnt unter dem Butten „zur Bestellung",
Auch sonst ist die Rechtschreibung nicht das Gelbe vom Ei. Interessant ist ebenfalls das .CMS am Ende der URL, und ein Blick in den Quelltext verrät den Rest:
<META http-equiv="Page-Enter“ content="blendTrans(Duration=0.2)">
Passt auf jeden Fall zu meinem Fazit, zu dem ich gleich kommen werde. Denn: man liest dort auch so interessante Dinge, die es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen lassen:
… Schüler arbeiten mit modernen, zeitgemäßen Werkzeugen und erlernen den Umgang mit Notebook, Internet und Softwareprogrammen.
… Schüler gestalten den Unterricht aktiv mit durch Präsentationen, die zuvor meist in der Gruppe erarbeitet wurden.
… mittels Recherche nach Informationen … suchen und dieses zu einer Präsentation weiterverarbeiten.
… wenn es darum geht, sich gegenseitig im Umgang mit dem Notebook und den Programmen zu unterstützen.
Warum nur erinnern mich die Sätze nur so an PowerPoint? Ach ja, ich erinnere mich: Zu meiner Schulzeit wurde einem nahe gelegt (dieses fast schon verpflichtende), sich den Schulbeamer und Schullaptop auszuleihen, um seine Referate zeitgerecht zu präsentieren. Verbunden mit dem tollen Informatik-Unterricht, in dem man neben dem größten Lernerfolg „viele Leute auf Server zugreife == Absturz“ (DOS-Attacke) die hoffnungslos veraltete Infrastruktur bemerkte und anschließend zumindest Animationen in PowerPoint und Autotext in Word beherrschte, gab das immer die unbeschreiblichsten Referate. Ich denke, jeder kennt die Zusammenstellungen sämtlicher von Windows mitgebrachten Schriftarten in sämtlichen farblichen Varianten.
Freuen wir uns, dass eine neue Generation geschmacksverblendeter Schüler heranwächst. Studienplätze für BWL gibt's ja genug…
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