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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

Tipps und Tricks, aber auch Kritik - breit gefächert von Technik bis hin zum Design, manchmal (oder immer öfter) auch Politik.

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Das Internet... eine Linksammlung.

Das Internet ist eine riesige Fundgrube an Wissen. Manchmal besser, manchmal schlechter. Nehmen wir das Beispiel knol — eine neue „Wissensplattform“ von Google. Dort kann jeder Artikel verfassen — fremde Artikel kann man allerdings nicht ändern. Und so wird der Artikel über BILD.de wohl auch nicht so schnell wieder verschwinden. Schon die Zusammenfassung lässt den geisten Dünnpfiff erahnen:

Erstklassiger Journalismus und innovatives Webdesign stehen bei BILD.de für spannenden Content, moderne Audio- und Video-Features sowie interaktive Angebote.

Den gleichen Satz — inklusive des gleichen Werbetextes außen herum — findet man bei bild.de auch direkt. In diesem Zusammenhang natürlich der Hinweis auf Bildblog.de — auch wenn man die Bild nicht liest, eine spannende Lektüre.

Derweilen liest man bei Heise und anderen Seiten:

Zur Bekämpfung dieser Delikte ist die Polizei nach Zierckes Darstellung auf die Vorratsdatenspeicherung angewiesen. Die IP- Adresse sei oftmals die einzige Spur zu den Tätern. Wenn die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg habe und das BKA diese Daten nicht mehr bekommen könnten, sei das für die Ermittler das Ende.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht schon jetzt die Verwendung der Daten auf schwere Straftaten eingeschränkt hat (Kinderpornografie, Terrorismus, Schäuble-Witze und so weiter), dürfte sich dieser Satz sowieso erledigt haben. Es hieß sowieso mal ursprünglich, dass die Daten nicht für kleinere Fälle hergenommen werden (was bei der Bundeswehr im Inneren passiert, möchte ich da gar nicht erst wissen — aber wenn sich schon die Deutsche Post einschleimt…)

Wo wir gerade beim Thema Vorratsdatenspeicherung sind: Die Telekom — in den letzten Wochen durch verschiedene Sicherheitslecks bekannt geworden — hat ja sowieso schon immer gerne gespeichert (und Anschriften gerne herausgegeben), die Vorratsdatenspeicherung problemlos umgesetzt, und ist wohl ihrem ursprünglichen Besitzer, der Bundesrepublik (heute immer noch knapp 15 %), gerne ein hilfsbereiter Kumpel. BT Deutschland muss nicht speichern, die Telekom denkt aber auch nicht nur ansatzweise daran, ebenfalls ein Gerichtsurteil zu erwirken. Dazu sammeln sie zu gerne. Jetzt hätten sie die Chance, zumindest etwas für den Datenschutz (und die Grundrechte) zu tun — aber die Motivation fehlt eindeutig. Merken wir uns, da helfen auch keine Image-Kampagnen.

Die Deutsche Nationalbibliothek beginnt übrigens mit dem Sammeln deutscher Websites. Interessant wird das bei Seiten wie kubikzahl.de — bis 1 001 000 000 001 001 001 061 hab ich mich mal „durchgeklickt“. Die etwas jüngere Redensart, dass Politiker gerne jeden Tag mal das Internet ausdrücken würden, trifft da schon fast zu.

Nicht mehr ganz Internet, aber immerhin noch virtuell: Keine Frau gefunden? Mal dir eine! In Japan setzen sich inzwischen Leute dafür ein, Comicfiguren (mit Ausnahme der Micky Maus) heiraten zu dürfen. Wer also keine geeignete Frau findet, malt sich einfach seinen Traum aufs Papier. Der Vorteil: Nach der Scheidung spürt man wenigstens nicht die tolle Gleichbehandlung in Deutschland.

Auch (noch) nicht Internet-relevant sind die Wahlmaschinen/Wahlcomputer. In den USA haben die Wahlfälschungen bereits begonnen — verschiedene Maschinen wählen statt der Demokraten die Republikaner. Ist ja auch viel einfacher, als offensichtlich zu betrügen (mp3) (auf der Seite gibt's auch noch was geniales über unsere Politikerin aus der DDR (ebenfalls mp3) sowie was über die Rechtsaufassung des WDR).

Bei ubuntuusers.de findet man übrigens mal wieder einen Bericht über die Kosten, die mit OpenSource entstehen — nämlich weniger als mit ClosedSource von Microsoft & Co. Wie ein Dozent an der Hochschule neulich so schön sagte: Da werden 20.000 € für eine Hochschullizenz von Microsoft Office 2007 ausgegeben, obwohl OpenOffice.org kostenlos ist. Das Fluchen der Profesoren über die vermurkste Oberfläche gibt's allerdings gratis in den Vorlesungen dazu. Das tröstet zumindest ein bisschen darüber hinweg, dass die BWLer (die einzigen, die sich über das MS Office freuen) ständig die wenig vorhandenen Drucker blockieren. Übrigens gibt es eine Studie, die zum Schluss kommt, dass Studiengebühren Abiturienten abschrecken.

Zum Schluss noch ein Geschenktipp für den, der schon alles hat: Schwangerschaftsbecken 3-teilig beim Discounter Plus. Weihnachten ist ja nicht mehr weit weg, die Terroristen Typen mit den weißen Bärten sieht man schon.

OpenOffice 3

Da im Moment scheinbar durch den gewaltigen Ansturm die OpenOffice.org-Server etwas schwer erreichbar sind, hier zwei Mirrors für die deutsche Variante: gwdg und TU Chemnitz. Die heute offiziell angekündigte und seit ungefähr Freitag existierende 3.0.0 ist übrigens identisch mit dem RC4 (zumindest laut MD5 — und eine Kollision wird's wohl kaum sein). Wer also bisher den Release Candidat hatte, braucht nicht updaten.

Hier die Ankündigung auf der Mailing List:

The OpenOffice.org Community is today announcing the general
availability of OpenOffice.org Version 3. Right from the opening screen,
OpenOffice.org 3 has a fresh new look, with a new start screen, new
splash screen, new icons, and a host of usability improvements.

The Writer word processor has a cool new slider control for zooming,
allows multi-page display while editing, has powerful new multilingual
support, and boasts improved notes capabilities. As well as conventional
office documents, Writer can now edit wiki documents for the web.

The Calc spreadsheet has been given another increase in capacity — now
up to 1024 columns per sheet. It also has a powerful new equation
solver, and a great new collaboration feature for multiple users.

Draw can now cope with poster-size graphics (up to 3sq metres), and
Impress supports multiple monitors for presentations. Chart now produces
much more clean looking graphics by default, and has a range of
additional features requested by power users.

The popular built-in PDF export facility has been further enhanced with
PDF/A support and a range of new user-selectable options.

OpenOffice.org 3 is now also available for the first time as a full Mac
OS X application, bringing the power of the world's leading open-source
office suite to a whole new group of users. And it's even easier than
ever to persuade MS-Office users to upgrade to OpenOffice.org, with new
support for MS-Access 2007 'accdb' files, improved support for VBA
macros, and a new ability to read MS-Office Open XML files (Microsoft
Office 2007 and Office 2008 documents)

OpenOffice.org's support for extensions is really coming of age with
OpenOffice.org 3. A rapidly expanding number of additional features are
available from different developers to add great features such as an
Impress presenter console, support for business analytics, PDF import,
and a whole new way of supporting additional languages.

Tell your friends that 2008 is 'The Year of 3'; — the year we released
OpenOffice.org 3; the year we make OpenOffice.org available on all 3
major computing platforms (MS-Windows, GNU/Linux, and Mac OS X); and the
year to realise the 3 key benefits of OpenOffice.org: it's great
software; it's easy to use; and it's free.

Auch Heise hat's übrigens inzwischen mitbekommen. Gestern gab's auch noch mal ne Meldung, die eigentlich schon Freitag hätte kommen müssen. Nun ja, die Trolle können sich freuen, noch mal die gleichen Argumente für den Weltmarktführer auspacken. Ich jedenfalls freu mich, eine funktionierende Software für lau samt Quelltext zu haben und ordentliche Dateien (OpenDocument) zu bekommen.

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