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»Wenn ich einmal alt bin, werde ich nur nörgeln — das wird ein Spaß!«

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Schäuble hört seine Ehefrau ab

Bei Heise gibt es einen netten Bericht über die Aktivitäten des BND. Wolfgang Schäuble hat ein Büro der Deutschen Welthungerhilfe in Afghanistan überwacht/überwachen lassen. Klar, dass sich alle Terroristen als Entwicklungshelfer in Afghanistan betätigen, und klar, dass auch seine Frau Ingeborg Schäuble gemeinsame Sache mit dem internationalen Terrorismus macht. Die hat die Welthungerhilfe nämlich im betreffenden Zeitraum geleitet.

Mal schauen, ob wir Frau Schäuble demnächst irgendwo wegen 129a im Knast sehen werden. Es sind schon harmlosere Leute darunter gefallen. Aber vermutlich klärt sich alles auf (oder auch nicht und es wird totgeschwiegen)…

Überwachung und die ÖR-Meinung dazu

Das Netz ist schnell, und das Netz ist unabhängig. Ganz im Gegensatz zu verschiedenen Organisationen, von denen die schlimmsten sich unter dem Deckmantel „GEZ“ versammelt haben. Hin und wieder auch durch völlig misslungene Werbekampagnen aufgefallen (bestes Beispiel: ein Werbespot (unteres Video) der Kampagne Natürlich zahl ich, die nicht mal den Unterschied zwischen Bäcker und Fernsehen mitbekommen haben), befinden sich diese auch — oder gerade weil sie eigentlich unabhängig sein sollten — immer wieder wegen verschiedener, unseriöser Berichte im Kreuzfeuer.

Gestern gesendet, und heute schon zum Beispiel in einem Beitrag bei Netzpolitik nachzulesen. report München, ein Magazin der Öffentlich-Rechtlichen, sendet einen Beitrag mit dem Titel „Datenschutz contra Opferschutz — Gesperrte Handydaten, hilflose Ermittler“. Schon alleine der Titel hat diesen Klang von Politikern (allen voran ein gewisser W. Schäuble), die jegliche Überwachungsmaßnahme entweder mit „Kampf gegen Kinderpornografie“ oder seit 2001 mit „dem Kampf gegen den Terrorismus“ begründen.

Laut Netzpolitik soll sich report München ja gar nicht mal so schlecht verhalten haben:

Genau die selbe Redaktion hatte vor ein paar Monaten übrigens die Datenlecks bei den Meldebehörden aufgedeckt. Die können und wissen das also eigentlich besser, was darauf hindeutet, dass dieser Beitrag eine politisch-strategische Entscheidung war.

Und jetzt der Beitrag… Solche Dinge passieren komischerweise des öfteren bei den Öffentlich-Rechtlichen (gut, dass ich mir so was nicht ansehe), und jedes mal wird man im Netz darauf aufmerksam gemacht. Bei manchen Beiträge fragt man sich, warum die noch nicht auf die Idee gekommen sind, Browser zu verbieten — damit kommt man schließlich noch leichter an Nazi-Symbole und muss diese nicht erst in ein Spiel importieren. Oder man fragt sich, ob die Reporter dort überhaupt eine journalistische Ahnung haben (da wir schnell mal ein Spiel, das mit der Hot-Coffee-Erweiterung ein paar tiefergehende Dates erlaubt, gleich zum „wer möglichst viele Frauen vergewaltigt, gewinnt“). Bei manchen Beiträgen wird zwischen harmlosen christlichen Events und scheinbar gezielt herausgesuchtem Archivmaterial bunt gemischt (ein Event in Berlin mit einem Workshop in Karlsruhe…) Mit ein bisschen Recherche würde man sicherlich noch weitere Stilblüten öffentlich-rechtlicher Sendekunst finden. Treffender hätte man auch bei Netzpolitik nicht schreiben können:

Fazit: Schlecht recherchierte, plumpe Meinungsmache. Schade.

Immerhin scheint sich die CSU auch blamieren zu wollen (btw, Beckstein gibt heute bei uns in der Stadt ein Stell-dich-ein). Ebenfalls bei Netzpolitik gefunden:


Eingebundenes Bild

CC-BY-NC-ND-3.0-Germany, Quelle: horatiorama

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